Jules Renard

geboren 1864 in Châlons-du-Maine. Nachdem er als Hauslehrer, Rechtsanwaltsgehilfe und schließlich Jurist gearbeitet hat, beginnt er um 1886 mit der Veröffentlichung von Erzählungen, Dramen und Romanen. Obwohl seine Arbeiten kein weiteres Publikum erreichen, wird Jules Renard von seinen Kollegen hoch geschätzt und so 1889 einer der Mitbegründer der Zeitschrift "Mercure de France", deren Erfolg ihm ein gewisses Einkommen sichert. 1904 wird er Bürgermeister des Pariser Vorortes Chitry. Durch... weiterlesen »

geboren 1864 in Châlons-du-Maine. Nachdem er als Hauslehrer, Rechtsanwaltsgehilfe und schließlich Jurist gearbeitet hat, beginnt er um 1886 mit der Veröffentlichung von Erzählungen, Dramen und Romanen. Obwohl seine Arbeiten kein weiteres Publikum erreichen, wird Jules Renard von seinen Kollegen hoch geschätzt und so 1889 einer der Mitbegründer der Zeitschrift "Mercure de France", deren Erfolg ihm ein gewisses Einkommen sichert. 1904 wird er Bürgermeister des Pariser Vorortes Chitry. Durch Intervention seines Freundes Octave Mirabeau wird Renard 1907 Mitglied der Académie Goncourt. Jules Renard starb 1910 in Paris.
 
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Theaterstücke (3)
Das tägliche Brot (Le Pain de ménage)
Deutsch von Cornelia Hasting
von Jules Renard
Aus dem Französischen von Cornelia Hasting
Ein Salon auf dem Lande. Pierre und Marthe sind allein. Seine Frau sitzt am Bett der Tochter; ihr Mann schläft bereits. Es ist die Stunde für intime Geständnisse. Doch es gibt nichts zu beichten: Beide sind mustergültige Eheleute, die nie in Versuchung waren, ihre Partner zu betrügen. An diesem Abend begehen sie Ehebruch - als Gedankenspiel. Pierre übernimmt die Rolle des galanten Verführers, der mit ihr fliehen will: bis ans Ende der Welt, mindestens. Marthe sorgt für Ernüchtung: Ihr Abenteuer würde in Marseille enden. Am Ende gehen beide zu ihren Ehepartnern - der Alltag der Liebe hat sie wieder.
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Die Lust sich zu trennen (Le Plaisir de rompre)
Deutsch von Cornelia Hasting
von Jules Renard
Aus dem Französischen von Cornelia Hasting
Blanche und Maurice trennen sich im gegenseitigen Einverständnis. Wie wenig jedoch die Gefühle füreinander beendet sind, wird aus der Bösartigkeit ersichtlich, mit der sie miteinander abrechnen; aus den Verletzungen, die sie einander zufügen; aus jener DIE LUST SICH ZU TRENNEN, die immer noch Liebe ist.
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Die Maîtresse (La Maîtresse)
Deutsch von Simon Werle
von Jules Renard
Aus dem Französischen von Simon Werle
Jules Renard schrieb diesen Dialog-Roman 1895: eine Liebesgeschichte im ausgehenden 19. Jahrhundert, die vor allem durch ihre psychologische Raffinesse besticht. Renard zeichnet Maurice und Blanche, sein Liebespaar, illusionslos und mit selbstironischer Gebrochenheit. Die Entwicklung beginnt bei einem nächtlichen Spaziergang, führt zu einem skeptischen Präludium auf einer Parkbank, zur ersten Nacht in der Junggesellenmansarde. Maurice entdeckt die Existenz eines Rivalen, der Schlußdialog zeigt beide bei einem intimen, zugleich ernüchterten Tête-à-tête.
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