© Digne Meller Marcowicz
Gerlind Reinshagen

geboren 1926 in Königsberg. Lehre als Apothekenhelferin. Von 1946 bis 1949 studierte sie Pharmazie an der Technischen Hochschule Braunschweig und übte anschließend verschiedene Tätigkeiten in Halle, Kiel, Halberstadt und Braunschweig aus. Von 1953 bis 1956 studierte sie an der Hochschule der Künste in Berlin, wo sie seit 1956 als freie Schriftstellerin lebt.
Gerlind Reinshagen hatte bereits ein knappes Dutzend Hörspiele verfasst und die Uraufführung ihres ersten Theaterstückes DOPPELKOPF... weiterlesen »

geboren 1926 in Königsberg. Lehre als Apothekenhelferin. Von 1946 bis 1949 studierte sie Pharmazie an der Technischen Hochschule Braunschweig und übte anschließend verschiedene Tätigkeiten in Halle, Kiel, Halberstadt und Braunschweig aus. Von 1953 bis 1956 studierte sie an der Hochschule der Künste in Berlin, wo sie seit 1956 als freie Schriftstellerin lebt.
Gerlind Reinshagen hatte bereits ein knappes Dutzend Hörspiele verfasst und die Uraufführung ihres ersten Theaterstückes DOPPELKOPF am Frankfurter TAT hinter sich, als sie Gründungsgesellschafterin des Verlages wurde und 1970 mit LEBEN UND TOD DER MARILYN MONROE ein erstes Werk einbrachte. Sonntagskinder bescherte der Autorin 1977 den Mülheimer Dramatikerpreis. Ihr meistgespieltes Stück sollte HIMMEL UND ERDE werden, das 1974 am Staatstheater Stuttgart uraufgeführt wurde, mit Anneliese Römer in der Rolle der todkranken »Buffetdame« Sonja Wilke. Seit 1980 erscheinen Gerlind Reinshagens neue Theaterstücke – wie schon ihre Gedichte und Prosa – im Suhrkamp Verlag.

Auszeichnungen:

1999 Niedersachsenpreis
1993 Ludwig-Mülheims-Preis für Religiöse Dramatik
1988 Roswitha-Medaille der Stadt Bad Gandersheim
1982 Andreas Gryphius-Preis, Ehrengabe
1977 Mülheimer Dramatikerpreis
1974 Fördergabe des Schiller-Gedächtnispreises des Landes Baden-Württemberg

 
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Theaterstücke (4)
Himmel und Erde
von Gerlind Reinshagen
UA: Staatstheater Stuttgart, 14.09.1974. R: Claus Peymann
Sonja Wilke, Servierfräulein und Büfettdame, liegt im Sterben. Im Krankenhaus rekapituliert sie ihr Leben und durchmisst die Spanne, die zwischen Himmel und Erde liegt. Und erst hier, im Sterben, fängt sie an zu leben und lässt ihre bisherigen alltäglichen Verdrängungsmechanismen hinter sich. Ein Sterbestück - aber eigentlich ein Stück über das Leben.
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Kann das Theater noch aus seiner Rolle fallen? oder Die halbwegs emanzipierte Mariann
von Gerlind Reinshagen
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Leben und Tod der Marilyn Monroe
von Gerlind Reinshagen
UA: Landestheater Darmstadt, 21.1.1971. R: Werner Kreindl
LEBEN UND TOD DER MARILY MONROE handelt vom Kult um Hollywood-Helden und Medienstars. Eine Szenencollage über Aufstieg und Fall, Tragik und Glanz, über den Mythos M.M. Das Idol der fünfziger und frühen sechziger Jahre erscheint als Opfer einer Kulturindustrie, die ihre Helden ausbeutet und manipuliert. Die Jagd von einem Erfolg zum nächsten, die schließlich nicht mehr aus eigenem Antrieb geschieht, sondern den Mechanismen der Vermarktung unterworfen ist, erweist sich als Leidensweg, auf dem es kein Zurück gibt.
mindestens 15 D/H
mindestens 15 D/H




Sonntagskinder
von Gerlind Reinshagen
UA: Staatstheater Stuttgart, 29.05.1976 R: Alfred Kirchner
Momentaufnahmen aus einer Kleinstadt in Mitteldeutschland 1939 bis 1945 – aus der Sicht der Apothekerstochter Elsie, die bei Kriegsausbruch gerade vierzehn ist. Den Alltag im Dritten Reich und die Schrecken des Krieges erlebt sie als Abfolge vieler kleiner Katastrophen, in denen sich die große Katastrophe widerspiegelt. In anschaulichen Szenen werden Menschen gezeigt, die den Missbrauch ihres Gefühlslebens und den Eingriff in ihr Denken hinnehmen und dadurch zu Mitläufern werden.
7D-8H
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