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Robert Pinget

geboren 1919 in Genf. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften, das er trotz seiner Leidenschaft für Poesie, Musik und Malerei absolvierte, zog Pinget nach England, wo er zuerst als Französischlehrer, dann als Rechtsanwalt arbeitete. 1946 übersiedelte er nach Paris, um Malerei zu studieren, Seit 1951 lebte er als freier Schriftsteller. In Deutschland wurde Robert Pinget hauptsächlich durch seine Hörspiele bekannt. Seine Rezeption fand außerhalb Frankreichs am nachhaltigsten in England und... weiterlesen »

geboren 1919 in Genf. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften, das er trotz seiner Leidenschaft für Poesie, Musik und Malerei absolvierte, zog Pinget nach England, wo er zuerst als Französischlehrer, dann als Rechtsanwalt arbeitete. 1946 übersiedelte er nach Paris, um Malerei zu studieren, Seit 1951 lebte er als freier Schriftsteller. In Deutschland wurde Robert Pinget hauptsächlich durch seine Hörspiele bekannt. Seine Rezeption fand außerhalb Frankreichs am nachhaltigsten in England und Kanada statt. Robert Pinget starb 1997 in Tours (Frankreich).
 
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Theaterstücke (10)
Abel und Bela (Abel et Bela)
Deutsch von Gerda Scheffel
von Robert Pinget
Aus dem Französischen von Gerda Scheffel
UA: Café-théâtre L'absidiole Paris, 7.1.1971.
DSE: Theater am Neumarkt, Zürich, 24.3.1972. R: Jochen Neuhaus
Zwei Schauspieler improvisieren, sie erfinden ein Theaterstück. Aus einer albernen Boulevard-Komödie machen sie einen Psycho-Thriller, schließlich eine Horrorstory. Ein geistreiches Spiel über das und mit dem Theater.
2H
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Der letzte Trick (L'Architruc)
Deutsch von Gerda Scheffel
von Robert Pinget
Aus dem Französischen von Gerda Scheffel
UA: Comédie de Paris, 1962. R: Olivier Hussnot.
DE: Junges Theater Göttingen, 1967/68
Ein absurdes Spiel zwischen einem König, einem Minister und einem Koch. Der König und der Minister hausen in einem Zimmer vollgestopft mit verstaubtem, verblichenem Prunk. Es bleibt ihnen nicht, als sich eine Komödie nach der anderen vorzuspielen, bis der Tod ihrem Spiel ein Ende setzt.
4H (4 H)
4H (4 H)




Hier oder anderswo (lci ou ailleurs)
Deutsch von Gerda Scheffel
von Robert Pinget
Aus dem Französischen von Gerda Scheffel
UA: Schauspielhaus Zürich, 1963. R: Gert Westphal
Clopes hat sein Zelt in einem Bahnhof aufgestellt, er lebt vom Kartenlegen. In der mobilen Welt von Abreise und Ankunft ist er ein "Ruhender". Bis er zuletzt selbst seine Sachen packt und weggeht.
4D-5H
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Hypothese (L'hypothèse)
Deutsch von Gerda Scheffel
von Robert Pinget
Aus dem Französischen von Gerda Scheffel
UA: Biennale de Paris, 1965. R: Pierre Chabert
HYPOTHESE ist ein Vexierspiel über einen Schriftsteller und sein Manuskript, sein Werk. Das Manuskript ist – möglicherweise? – verschwunden. Überlegungen, Hypothesen um die mysteriösen Umstände und um das Verhältnis des Schriftstellers zu seiner Arbeit sind Gegenstand dieses Monologs.
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Identität oder Wie sich die Schlange in den Schwanz beißt (Identité)
Deutsch von Gerda Scheffel
von Robert Pinget
Aus dem Französischen von Gerda Scheffel
UA: Petit Odéon Paris, 22. 11. 1972
Ein Fabulierer, seine Haushälterin und der Doktor – hat das Zeremoniell zwischen den drei Figuren der Schriftsteller Mortin erfunden, oder beruht es auf einem Erlebnis der Drei, oder ist es einfach ein auf drei Personen verteilter Text? Wer spielt wen? Und wo ist der Anfang, wo das Ende?
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Inquisitorium (L'Inquisitoire)
Deutsch von Gerda Scheffel
von Robert Pinget
Aus dem Französischen von Gerda Scheffel
UA: Théâtre de la Bastille, Paris 1991.
DSE: Staatstheater Kassel, 22.9.2002. R: Martin Meltke
In INQUISITORIUM wird ein alter, fast tauber Mann von einer unbekannten Instanz vernommen. Aber je drängender die Fragen, desto ausweichender die Antworten. Versteht der Alte nicht, oder will er sich nur hinter seiner mürrischen Abwehr verstecken? Wie bei den meisten Texten von Robert Pinget verwirren sich in diesem Monodrama die Dinge im Laufe der angestrebten Wahrheitsfindung eher, als dass sie sich klären. In der euphorischen Kritik zur Uraufführung hieß es: "So viel über das Nichts-Sagen sagen, das ist schön. Es ist sogar einmalig."
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Mikrologe (Micrologues)
Deutsch von Gerda Scheffel
von Robert Pinget
Aus dem Französischen von Gerda Scheffel
UA: Petit Casino Paris, 7.3.1973.
DSE: Landestheater Verden, 26.9.1974 R: Jürgen Lawren
Pointierte Sketche, Mini-Vaudevilles oder exaltierte Stegreifspiele in der Art von Queneaus "Stilübungen". Einige erinnern in ihrer Hintergründigkeit und vertrakten Dialektik an die Dialoge von Karl Valentin.
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Monsieur Traum (Monsieur Songe)
Deutsch von Gerda Scheffel
von Robert Pinget
Aus dem Französischen von Gerda Scheffel
UA: Théâtre aujordhui Paris, 1989, R: Jacques Seiler
Monsieur Traum, offensichtlich ein Dichter, lebt mit seiner mit ihm gealterten Haushälterin in einem Haus am Meer. Er beschäftigt sich mit seinem Garten, einem Tagebuch, seinem Gedächtnis und vor allem mit sich selbst. Dabei gerät ihm manches durcheinander, mitunter kommt er sich auch selbst abhanden. Die Beschäftigung mit sich selbst wird besonders deutlich in einem zweiten Monsieur Traum, seinem alter ego. Die beiden, wahre Ego-Clowns, sind nun auf der Suche nach den Geheimnissen ihrer eigenen Biographie. Ihre Gespräche schweben in der Schwerelosigkeit des Alters an der Grenze zwischen Wirklichkeit und Fiktion.
2D-2H
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Unzustellbar (Lettre morte)
Deutsch von Gerda Scheffel
von Robert Pinget
Aus dem Französischen von Gerda Scheffel
UA: Théâtre Récamier, Paris 1960
Ein Mann lernt die Lebensgeschichte eines anderen auswendig und sagt dabei "ich", um sich besser in die Geschichte des anderen hineinzufinden.
1D-4H
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Was wissen Sie über Mortin? (Autour de Mortin)
Deutsch von Gerda Scheffel
von Robert Pinget
Aus dem Französischen von Gerda Scheffel
UA: Théâtre Essaion Paris, April 1979
Ein Mann ist gestorben, unter seltsamen Umständen. Wie hat Monsieur Mortin, der Schriftsteller, seine letzten Jahre verbracht, womit hat er sich beschäftigt und wer hat sein Ende herbeigeführt? Pingets Dialoge setzen den Lebenslauf einer Person nachträglich aus den Spuren zusammen, die sie hinterlassen hat.
3D-5H
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