Luigi Malerba
geboren 1927 in Bercero bei Parma (Italien). Studierter Jurist, widmete er sich ganz dem Schreiben. Er arbeitet als Journalist und Verfasser von Erzählungen, Romanen, Theaterstücken, Hör- und Fernsehspielen. Mitbegründer der gruppo 63. Zudem war er Gastdozent an verschiedenen europäischen Universitäten. Luigi Malerba starb 2008 in Rom.

geboren 1927 in Bercero bei Parma (Italien). Studierter Jurist, widmete er sich ganz dem Schreiben. Er arbeitet als Journalist und Verfasser von Erzählungen, Romanen, Theaterstücken, Hör- und Fernsehspielen. Mitbegründer der gruppo 63. Zudem war er Gastdozent an verschiedenen europäischen Universitäten. Luigi Malerba starb 2008 in Rom.

 
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Theaterstücke (2)
Der gestiefelte Pinocchio (Pinocchio con gli Stivali)
Deutsch von Gabriele Graf
von Luigi Malerba
Aus dem Italienischen von Gabriele Graf
UA: Toi-Haus, Salzburg, 19.1.1992. R: Myrto Dimitriadou
Weil Pinocchio kein braver Junge werden will, wie sein Erfinder Collodi sich das denkt, flieht er auf der Suche nach neuen Abenteuern in die Welt der Märchen.
2 D/H
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
2 D/H
Altersempfehlung: ab 6 Jahren




Die Hunde von Jerusalem (I cani di Gerusalemme)
Zusammen mit Fabio Carpi
Deutsch von Karin Fleischanderl
von Fabio Carpi und Luigi Malerba
Aus dem Italienischen von Karin Fleischanderl
UA: Festival d'Avignon, 1988.
DE: Staatstheater Kassel, 23.10.1993. R: Adelheid Müther
Italien im Zeitalter der Kreuzzüge. Der Papst und die Kirche rufen die europäische Christenheit auf zur Befreiung des heiligen Grabes in Jerusalem. Die edlen und kühnen Helden des Christentums sind schon nach Jerusalem aufgebrochen, nur der Herr einer kleinen Burg in Italien, der Baron Nicomede di Calatrava, liegt noch, in Ermangelung jeglicher Lust sich dem heiligen Zug anzuschließen, in seinem Bett. Allerdings ist auch für ihn, der wenig Eifer zeigt für ein altes Grab zu sterben, die Zeit des Friedens vorbei. Seine Schwester Adelaide, die unbedingt eine Heilige werden will, und der Priester Blasco drängen ihn, sich endlich seinen Glaubensbrüdern anzuschließen.
Was die Argumente des Glaubens nicht bewirken, das vermag die gändige Allmacht der Kirche. Wer sich Richtung Jerusalem bewegt, bekommt seine Schulden erlassen. Und so bleibt Nicomede, will er seine Burg behalten, nichts anderes übrig, als den Weg nach Jerusalem anzutreten.
Aber als der Baron zusammen mit seinem Diener Ramondo und einem Esel aufbricht, zieht er nicht Richtung Jerusalem, sondern beginnt damit, beständig und gleichmäßig Kreise um das Schloss zu ziehen. Der Philosoph und Schüler Demokrits hat beschlossen, nur metaphorisch nach Jerusalem zu ziehen und zusammen mit Ramondo so viele Runde zu drehen, wie es dem Weg in die heilige Stadt entspricht und damit ausreicht, seine Schulden zu tilgen. Allerdings haben auch die Abenteuer im Kopf ihre Tücken. Das ungleiche Paar sieht sich mit durchaus realen Gefahren konfrontiert: Wegelagerern, Hunger und Durst, und nicht zuletzt mit den Widersprüchen, die sich aus dem Konflikt zwischen Herr und Knecht ergeben.
1D-3H
1D-3H