Niccolò Macchiavelli

geboren 1469 in Florenz. Von 1498 bis 1512 bekleidet er ein Amt als Sekretär und Emmisär im Dienste der florentinischer Republik. Seine diplomatischen Reisen führen ihn an den Hof der Borgias, des Papstes, des französischen Königs und des deutschen Kaisers. Mit der Rückkehr der Medici an die Macht in Florenz verliert Macchiavelli 1513 alle Ämter. Unter dem Vorwurf, eine Verschwörung geplant zu haben, wird er gefangen genommen und gefoltert. Nachdem ihm allerdings nichts nachgewiesen werden... weiterlesen »

geboren 1469 in Florenz. Von 1498 bis 1512 bekleidet er ein Amt als Sekretär und Emmisär im Dienste der florentinischer Republik. Seine diplomatischen Reisen führen ihn an den Hof der Borgias, des Papstes, des französischen Königs und des deutschen Kaisers. Mit der Rückkehr der Medici an die Macht in Florenz verliert Macchiavelli 1513 alle Ämter. Unter dem Vorwurf, eine Verschwörung geplant zu haben, wird er gefangen genommen und gefoltert. Nachdem ihm allerdings nichts nachgewiesen werden kann, wird er wieder entlassen und auf ein kleines Landgut in der Nähe der Stadt verbannt. Dort widmet er sich ganz seinen literarischen Arbeiten. Mit dem Auftrag von Giulio de' Medici, eine Geschichte Florenz' zu verfassen, beginnt 1521 Macchiavellis Rehabilitation, die ihn auch wieder in politische Ämter führt. Er stirbt 1527 in Florenz.
 
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Theaterstücke (1)
Mandragola (La Mandragola)
Deutsch von Geraldine Gabor
von Niccolò Macchiavelli
Aus dem Italienischen von Geraldine Gabor
LA MANDRAGOLA von 1518 ist wohl die einzige italienische Renaissancekomödie, die auch auf der heutigen Bühne noch einen Platz beanspruchen kann. Berühmt und berüchtigt wegen ihrer drastischen Sprache, ihren sexuellen Anzüglichkeiten und ihrer Kritik am Klerus, war sie über die Jahrhunderte ein Lesedrama, erst seit 1945 wurde sie öfter gespielt, meist in entschärften und boulevardisierten Übersetzungen. Liest man sie heute in Geraldine Gabors neuer Übertragung, ist man verblüfft über die raffinierte Dramaturgie (eine Art Feydeau der Renaissance), über die Frische und Rasanz der Handlung sowie über ein heute wie aktuelles Personal, das so unbekümmert wie unmoralisch seine Interessen vertritt. Dabei ist das Original in Gabors Übersetzung viel weniger commedia dell'arte als man denkt: sie lässt Raum für eine heutige Spielweise.
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