© Annette Schäfer
Malte Kreutzfeldt
studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Nach seiner Abschlussinszenierung wurde er 1999 Oberspielleiter des Schauspiels in Quedlinburg/Halberstadt. Bis 2003 entstanden dort über zehn Schauspielproduktionen, und mit Händels "Cesare in Egitto" gab er in der Spielzeit 2002/03 auch sein Operndebüt. Seitdem ist er freischaffend tätig und erarbeitete unter anderem Inszenierungen an den Staatstheatern in Nürnberg, Mainz und Oldenburg.
studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Nach seiner Abschlussinszenierung wurde er 1999 Oberspielleiter des Schauspiels in Quedlinburg/Halberstadt. Bis 2003 entstanden dort über zehn Schauspielproduktionen, und mit Händels "Cesare in Egitto" gab er in der Spielzeit 2002/03 auch sein Operndebüt. Seitdem ist er freischaffend tätig und erarbeitete unter anderem Inszenierungen an den Staatstheatern in Nürnberg, Mainz und Oldenburg.
 
Malte Kreutzfeldt »
Theaterstücke (2)
Krieg und Frieden
von Leo Tolstoi
Bühnenfassung von Malte Kreutzfeldt
UA: Mainfranken Theater Würzburg, 11.4.2015. R: Malte Kreutzfeldt
Für seine Inszenierung am Mainfranken Theater Würzburg hat Malte Kreutzfeldt eine eigene Bühnenfassung von Tolstois großem 1.500-Seiten-Roman erstellt und dabei die Handlung auf die drei jungen Figuren – Pierre, seinen Freund Andrej und die Frau zwischen ihnen, Natascha – konzentriert.

"Malte Kreutzfeldt hat aus Tolstois zur Zeit der Napoleonischen Kriege spielendem Epos eine Theaterfassung destilliert, in der die weitverzweigte Handlung zum größten Teil auf die drei Youngster und die Frage nach deren Platz im Leben zugeschnitten ist. ... Der Theaterbetrieb ist ein gefräßiges Tier. In den letzten Jahren hat es sich so gut wie jeden Roman des literarischen Kanons einverleibt. 'Krieg und Frieden' gehörte, von wenigen Ausnahmen abgesehen, bislang nicht dazu. Die Adaption von Kreutzfeldt 'nach Motiven von Tolstoi' könnte dies ändern. Sie hangelt sich nicht am Plot entlang, sondern legt den Kern des Mammutwerkes frei: Der Mensch im Räderwerk der Geschichte." (Florian Welle, Süddeutsche Zeitung)
4D-6H (+ 1 Kind)
4D-6H (+ 1 Kind)




Meister und Margarita
von Michail Bulgakow
Bühnenfassung von Malte Kreutzfeldt
UA: Theater Chemnitz, 17.3.2018. R: Malte Kreutzfeldt
"Längst verbannt aus der durchrationalisierten Gegenwart, kehrt der Teufel Voland dennoch alljährlich zurück, um sich eine Ballkönigin zu suchen und die Welt auf den Kopf zu stellen. In einem Sumpf aus Lügen, Habgier und Korruption watend, spült er lustvoll und bitterböse das Hässliche unserer Gesellschaft an die Oberfläche und spielt im Schein der großen Welt Theater. Kaum einer widersteht seiner verführerischen Anziehungskraft und mit seinem unwirklichen Treiben unterwirft er bald die halbe Stadt. Dafür fliegt so mancher Kopf. Während die einen ihre schmutzigen Hände in Unschuld waschen, landen andere in einer psychiatrischen Anstalt. Hier lebt auch der Meister. Er hatte einen biblischen Pilatus-Roman geschrieben, dessen Veröffentlichung allerdings an Kritik und Zensur scheiterte. Ohnmächtig, mittellos und ohne Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft verließ er seine Geliebte Margarita und zog sich in die Anstalt zurück. Hier wartet er auf das Ende der Geschichte. Der Teufel nimmt schließlich das Schicksal der beiden Liebenden in die Hand und schenkt ihnen die Freiheit – denn die magische Fiktion hat die Wirklichkeit längst eingeholt.
Michail Bulgakow (1891-1940) schrieb MEISTER UND MARGARITA unter dem Eindruck der stalinistischen Diktatur als kritische Satire auf die Gesellschaft seiner Zeit. Indem er mit der Erzählung um Pontius Pilatus am Tag der Kreuzigung Jeshuas sowie den mysteriösen Ereignissen in der Gegenwart zeitkritische und allegorische Erzählstränge verknüpft, stellt er die reale Umsetzung einer gerechten und wahrhaftigen Lebenswirklichkeit ohne staatliche Allmacht infrage, die auch heute noch als Utopie erscheint – und den Roman zu einem Schlüsselwerk der Moderne macht." (Theater Chemnitz)
Große Besetzung ad libitum
Große Besetzung ad libitum