Shenja Keil

geboren 1968 in Kleinmachnow bei Berlin. Die ausgebildete Chemielaborantin und Bibliothekarin hatte gerade ihr Studium am Literaturinstitut in Leipzig beendet, als sie mit ihrem »gewichtigen Erstling« (Süddeutsche Zeitung) WILDFREMD auf sich aufmerksam machte. Ihr zweites Stück WIR WERDEN WÖLFE SEIN, nach einem Stoff aus der "Edda", ist eine große Erzählung über den Untergang einer bestehenden Ordnung und zugleich ein Liebesdrama – mit großer Besetzung für die Große Bühne.
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geboren 1968 in Kleinmachnow bei Berlin. Die ausgebildete Chemielaborantin und Bibliothekarin hatte gerade ihr Studium am Literaturinstitut in Leipzig beendet, als sie mit ihrem »gewichtigen Erstling« (Süddeutsche Zeitung) WILDFREMD auf sich aufmerksam machte. Ihr zweites Stück WIR WERDEN WÖLFE SEIN, nach einem Stoff aus der "Edda", ist eine große Erzählung über den Untergang einer bestehenden Ordnung und zugleich ein Liebesdrama – mit großer Besetzung für die Große Bühne.

Auszeichnungen:

2000 Stipendium des Deutschen Literaturfonds in Darmstadt

 
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Theaterstücke (2)
Wildfremd
von Shenja Keil
UA: Schauspiel Leipzig, 14.12.2002. R: Thorsten Duit
Die Ausstellung eines Waldes im Wald – die Simulation in der Realität - nach jahrelangen Bemühungen ist es endlich so weit, Falkners Traum geht in Erfüllung: Die Naturschau "Heimische Pflanzen und Tiere" soll eröffnet werden. Falsche Hasen flankieren den Zugang zur Lichtung, ein ausgestopftes Reh lugt durchs Gebüsch. Schon übt er seine Festrede zur Einweihung, überlegt, wem er alles danken muss. Sein Gehilfe Peter hat ein langes Gedicht auswendig gelernt. Und ein arbeitsloser Schauspieler ist engagiert, um einen sterbenden Hirsch darzustellen. Da stößt Falkner ganz unerwartet auf Widerstände. Widersacher scheinen den Festakt sabotieren zu wollen. Ein Reh steht Kopf. Und den Schauspieler hat die Tollwut gepackt. Die entschiedenste Gegnerin von Faulkner ist Bilse. Sie will den Wald mit all seinen Lebewesen und Mythen vor den Naturverwaltern retten.
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Wir werden Wölfe sein
von Shenja Keil
Shenja Keils zweites großes Theaterstück, WIR WERDEN WÖLFE SEIN, ist eine Herausforderung für die Theater. Das Thema – der Stoff ist aus der Edda - ist von mythischer Größe: Es geht um Macht, Liebe und Tod. In bestechend klaren Bildern wird vor dem Hintergrund des Machtkampfes zwischen Asen und Riesen die zum Scheitern verurteilte Liebesgeschichte zwischen der Riesentochter Skadi und Odins Sohn Balder erzählt. Auch auf der sprachlichen Ebene ist Shenja Keil hier eine außerordentliche Gratwanderung gelungen: archaisch und modern zugleich.
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