Alfred Jarry

geboren 1873 in Laval/Bretagne. Nach einer Schulausbildung in Saint-Brieuc und Rennes besucht er das Lycée Henri. IV in Paris und bewirbt sich mehrfach erfolglos an der Elitehochschule ENC. Schließlich beginnt er ein Philosophiestudium an der Sorbonne, unter anderem bei Henri Bergsson, das er jedoch abbricht. Durch Vermittlung des Intendanten wird er 1896 Sekretär am Théâtre de l'Oeuvre, wo er vor allem für Öffenlichkeitsarbeit verantwortlich ist. Als dort sein erstes Drama, KÖNIG UBU, gegeben... weiterlesen »

geboren 1873 in Laval/Bretagne. Nach einer Schulausbildung in Saint-Brieuc und Rennes besucht er das Lycée Henri. IV in Paris und bewirbt sich mehrfach erfolglos an der Elitehochschule ENC. Schließlich beginnt er ein Philosophiestudium an der Sorbonne, unter anderem bei Henri Bergsson, das er jedoch abbricht. Durch Vermittlung des Intendanten wird er 1896 Sekretär am Théâtre de l'Oeuvre, wo er vor allem für Öffenlichkeitsarbeit verantwortlich ist. Als dort sein erstes Drama, KÖNIG UBU, gegeben wird, verursacht er damit einen Skandal. Die Vorstellung muss schon nach wenigen Minuten unterbrochen werden und zwingt Jarry zu öffentlichen Rechtfertigungen. Mit seinem 1898 erstmals in Periodika erscheinenden Roman "Gestes et opinions du docteur Faustroll, pataphysicien" begründet Jarry die Pataphysik. Alfred Jarry stirbt 1906 in Paris.
 
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Theaterstücke (9)
Caesar-Antichrist (Caesar Antichrist)
Deutsch von Felix Prader
von Alfred Jarry
Aus dem Französischen von Felix Prader
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum




Der Alte vom Berge (Le vieux de la montagne)
Deutsch von Eugen Helmlé
von Alfred Jarry
Aus dem Französischen von Eugen Helmlé
1D-7H
1D-7H




Die andere Alkestis (L'autre Alceste)
Deutsch von Eugen Helmlé
von Alfred Jarry
Aus dem Französischen von Eugen Helmlé
1D-4H
1D-4H




Haldernablou (Haldernablou)
Deutsch von Klaus Völker
von Alfred Jarry
Aus dem Französischen von Klaus Völker
2D-4H (Chor)
2D-4H (Chor)




Leda (Léda)
Deutsch von Simon Werle
Opera buffa in einem Akt
von Alfred Jarry
Aus dem Französischen von Simon Werle
UA der Übersetzung: prinz regent theater, Bochum, 4.9.1992.
Diese vergnügliche und leichte "Opera buffa in einem Akt" behandelt das antike Thema von der Königsgattin Leda und dem als Schwan auftretenden Göttervater Zeus auf originelle Weise. Die schöne Leda wird hier von einem verführt, der sich mal als Schwan, mal als "gestatten von Schwan, erster Tänzer am Revuetheater", mal als "Zeus in Person, Beamter" vorstellt. Die Originalmusik ist verschollen. Matthias Spohr hat eine neue à la Offenbach geschrieben.
3D-2H
3D-2H




Ubu auf dem Berg (Ubu sur la butte)
Deutsch von Heinz Schwarzinger
von Alfred Jarry
Aus dem Französischen von Heinz Schwarzinger
UA der Übersetzung: Stadttheater Pforzheim, 22.4.1982. R: Gerhard Weber
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum




Ubu Hahnrei (Ubu Cocu)
Deutsch von Heinz Schwarzinger
von Alfred Jarry
Aus dem Französischen von Heinz Schwarzinger
UA der Übersetzung: Städtische Bühnen Dortmund, 10.10.1985. R: Guido Huonder
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum




Ubu Knecht (Ubu enchainé)
Deutsch von Heinz Schwarzinger
von Alfred Jarry
Aus dem Französischen von Heinz Schwarzinger
UA der Übersetzung: Stadttheater Pforzheim, 22.4.1982. R: Gerhard Weber
Ubu wird ein Knecht. Auch in der neuen Lage bleibt er sich selbst treu, er wolle seine Sklavenpflicht tun und er werde erbarmungslos dienen. Als "König der Sklaven" wird er zum Verkünder der "wahren Freiheit", für die er sich entschieden hat und in die ihm seine Anhänger folgen. Alle wollen nur seine Sklaven sein, nicht sein Herr. Das macht Ubu sich zunutze.
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum




Ubu Rex (König Ubu) (Ubu Roi)
Deutsch von Heinz Schwarzinger
von Alfred Jarry
Aus dem Französischen von Heinz Schwarzinger
UA der Übersetzung: Städtische Bühnen Freiburg, 25.1.1979. R: Moc Thyssen
Der primitive, feige, gefräßige und machtbesessene Vatter Ubu wird von seiner Frau, Mutter Ubu, angestiftet, durch ein Massaker an dem ehrbaren König Wenzeslas und seiner Familie den polnischen Thron zu usurpieren. Mit der Unterstützung des Hauptmanns Tatzensaum und seiner Spießknechte gelingt Ubu der tödliche Staatsstreich und er wird zu einem relativ populären Herrscher, bis er - gleichsam als erste Regierungsmaßnahme - beschließt, zum Zwecke seiner persönlichen Bereicherung sämtliche Adeligen und Staatsbeamten hinrichten (d. h. "enthirnen") zu lassen. Ubus nicht weniger radikale Steuerpolitik beinhaltet nicht nur die unbegründete Vervielfachung aller direkten und indirekten Steuern, sondern auch deren gewaltsame Eintreibung durch den König höchstselbst. Als Ubu die polnische Bevölkerung immer mehr zu tyrannisieren beginnt, animiert der nunmehr abtrünnige Tatzensaum den russischen Zaren Alexis dazu, gegen den entfesselt mordenden Despoten zu intervenieren. Während sich Ubu also auf dem Feldzug gegen das russische Heer befindet, wird die "Regentin" Mutter Ubu von dem rechtmäßigen Thronerben Boleslas gestürzt, jedoch nicht ohne vorher die Staatskasse geraubt zu haben. Ubu selbst wird von der russischen Armee zwar vernichtend geschlagen, kann sich jedoch durch Feigheit und Tücke mit seiner Frau nach Frankreich flüchten.
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum