© Stefan Schugt
Ulrich Hub

wurde 1963 in Tübingen geboren und studierte Schauspiel in Hamburg. Fünf Jahre war er Schauspieler, bevor er sich 1993 dem Regiefach und dem Schreiben von Theaterstücken und Kinderbüchern zuwendete. Sein Theaterstück und Kinderbuch „An der Arche um Acht“ ist im In- und Ausland zu einem modernen Klassiker der Kinderliteratur geworden. Der vielfach ausgezeichnete Autor lebt in Berlin. 
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wurde 1963 in Tübingen geboren und studierte Schauspiel in Hamburg. Fünf Jahre war er Schauspieler, bevor er sich 1993 dem Regiefach und dem Schreiben von Theaterstücken und Kinderbüchern zuwendete. Sein Theaterstück und Kinderbuch „An der Arche um Acht“ ist im In- und Ausland zu einem modernen Klassiker der Kinderliteratur geworden. Der vielfach ausgezeichnete Autor lebt in Berlin. 

Auszeichnungen:

(Auswahl):
2017 "Nordstemmer Zuckerrübe" für FÜCHSE LÜGEN NICHT
2015 Publikumspreis der Jugendjury bei den Mülheimer Theatertagen für EIN KÄNGURU WIE DU
2013 National Jewish Book Award in der Kategorie Children’s and Young Adults für "An der Arche um acht"
2012 Jan-Dorman-Ehrenpreis des Polnischen Zentrums ASSITEJ
2010 Mülheimer KinderStückePreis für "Nathans Kinder"
2006 Deutscher Kindertheaterpreis für "An der Arche um acht"; Deutscher Kinderhörspielpreis für "An der Arche um acht"; Deutsch-Niederländischer Kindertheaterpreis Kaas und Kappes für "An der Arche um acht"
2000 Deutsch-Niederländischer Kindertheaterpreis Kaas und Kappes für "Pinguine können keinen Käsekuchen backen"
1997 Preis der Frankfurter Autorenstiftung für "Die Beleidigten"
 
Theaterstücke (23)
An der Arche um acht
von Ulrich Hub
UA: Badisches Staatstheater Karlsruhe, 6.4.2006. R: Ulrich Hub
AN DER ARCHE UM ACHT – das ist die Verabredung, die die Taube mit zwei Pinguinen getroffen hat, denn die gehören zu den Auserwählten, die auf die Arche Noah dürfen. Das stellt die beiden vor ein großes Problem: sie können unmöglich ihren Freund, den dritten Pinguin, im Stich lassen. Doch dann kommen sie auf die rettende Idee…
Mit Leichtigkeit und Witz nimmt Ulrich Hub die große Frage nach Gott ernst. Sein Kinderstück über die Sintflut für 4 SchauspielerInnen ist bereits nach wenigen Jahren ein Klassiker. Es wurde u.a. mit dem Deutschen Kindertheaterpreis 2006 ausgezeichnet. In der Jury-Begründung heißt es:

"In Ulrich Hubs Stück stinkt es nicht nur nach Fisch sondern vor allem nach Komödie. Eine Seltenheit in der dramatischen Literatur für Kinder und somit ein Glücksfall. Auch, weil der Autor sich auf die dramatische Form verlässt. Einmal kein Erzähltheater, die momentan für junge Kinder häufig gewählte Form. Ulrich Hub erzählt seine Geschichte in wunderbaren Szenen mit pointierten Konflikten. So weit, so gut, so amüsant. Aber das Stück hat, wie alle wirklichen Komödien, einen ernsten Kern: AN DER ARCHE UM ACHT verhandelt die Frage des Glaubens an Gott, einer Frage die nicht nur für Kinder immer wieder virulent ist. Dem Autor helfen bei der Suche nach Gott seine Figuren – die Pinguine. Mit ihrer Naivität – vielleicht der von Kindern vergleichbar – gehen sie an die Fragen des Glaubens heran und finden dadurch immer wieder einfache und überzeugende Antworten. Ulrich Hubs Theaterstück macht Spaß und es ist gescheit."
4 D/H
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
4 D/H
Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:
1. An der Arche um acht.
2. An de Arche Klock acht. Niederdeutsch von Michael Wempner
Altersempfehlung: ab 6 Jahren




Blaupause
von Ulrich Hub
UA: Bühnen der Stadt Köln, 13.1.2002. R: Torsten Fischer
BLAUPAUSE erzählt die Geschichte um Valerie Posch, annoncierte Hauptdarstellerin eines neuen Klon-Thrillers namens "blueprint", mit deren Namen sich höchste Erwartungen verbinden. Die Medien überschlagen sich; die Jagd auf den Star beginnt. Auf der Strecke bleiben das Thema des Films und der Mensch Valerie Posch. In jeder der 14 Szenen begegnet man einem anderen Bild des Superstars. Ob Journalistin, ehrgeizige Mutter oder Ministerpräsident, jeder sieht sie aus einer anderen Perspektive. Der Star ist in aller Munde, in allen Köpfen – nur Valerie Posch selbst taucht nicht auf. So ist jeder gezwungen, sich ein eigenes, indirektes Bild von Valerie zu machen. Was ist ein Star? Warum wird man ein Star? Wie wird man zum Star gemacht? "Den König spielen die anderen" – nach dieser alten Theaterregel funktioniert die Dramaturgie in BLAUPAUSE.
4D-4H
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Das Schlafzimmer von Alice
Schauspiel mit Musik
von Ulrich Hub
UA: Staatstheater Darmstadt, 10.4.2005. R: Ulrich Hub
"Alle illegalen Einwanderer soll man in Hasenkostüme stecken, damit die Jäger etwas zum Üben haben!" Diesem Wahlkampfslogan hat der Bürgermeister einer Kleinstadt seinen enormen Erfolg zu verdanken. Aber schon bald muss er feststellen, dass er sich mit diesem Satz nicht nur Freunde gemacht hat: Auf einer Silvesterparty im eigenen Haus wird er überfallen, ausgeraubt, bewusstlos geschlagen und im Badezimmer versteckt. Als die Tür zum Bad um Mitternacht geöffnet wird, fehlt von ihm jede Spur. In Hubs turbulenter Komödie in der Tradition eines Feydeau muss sich Alice, die Ehefrau des verschwundenen Bürgermeisters, gegen eine Menge Personen zur Wehr setzen, die ungefragt in ihrem Schlafzimmer ein- und ausgehen: die Schwiegermutter, die magersüchtige Geliebte ihres Mannes, einen zerstreuten Einbrecher, einen skrupellosen PR-Manager, einen verliebten Polizeipräsidenten und einen obskuren Unternehmer. Alle Figuren erweisen sich als Meister der Täuschung. Nur im Moment der größten Lüge sind die Figuren bei sich – dann fangen sie zu singen an. So gibt es im Stück elf verschiedene Gesangsnummern. Die Musik dazu kann sich jedes Theater selber einrichten - was von der gefühlvollen Ballade über die Tanznummer im Rumba-Rhythmus bis hin zum mehrstimmigen Choral reichen kann.
3D-4H
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Der dickste Pinguin vom Pol
von Ulrich Hub
UA: Theater Dortmund, 4.9.1996. R: Thomas Schiffmann
Obwohl er von einer ziemlich dicken Fettschicht umgeben ist, träumt der dicke Pinguin vom Schwitzen, von Ferien an der Sonne. Weil er seinen Traum in die tat umsetzen will, begibt er ich mit einer Tonne Fischstäbchen auf die Reise; auf einer Eisscholle will er in wärmere, südlichere Gewässer gelangen. Doch langsam schmilzt die Scholle. Und so landet der Pinguin nicht auf einer Ferieninsel, sondern in einer deutschen Stadt als Kellner in einem Restaurant. Ein Solo für die allerjüngsten Zuschauer.
1 D/H
Altersempfehlung: ab 4 Jahren
1 D/H
Altersempfehlung: ab 4 Jahren




Der Froschkönig
Märchenstück mit Musik
von Ulrich Hub
Nach Jacob und Wilhelm Grimm
UA: Stadttheater Gießen, 2.11.2001. R: Simone Sterr
Ein ganz modernes Stück, entstanden nach der Vorlage eines der ältesten Märchen. Sämtliche Märchenmotive wurden beibehalten: die Prinzessin, die ihren goldenen Ball verliert, ihr dem Frosch gegebenes Versprechen nicht einhalten will und schließlich dem erlösten Prinzen in die Arm sinkt. Aber nicht nur aus dem unverkrampften Heutigen bezieht dieser FROSCHKÖNIG seinen Reiz, sondern auch daraus, dass Ulrich Hub ihn mit Liedern versetzt hat, die er auf die Melodien berühmter Arien von Mozart über Wagner bis hin zu Prince gedichtet hat.
Ein leicht und phantasievoll geschriebenes Märchenstück mit Musik nach den Brüdern Grimm, ideal für Weihnachten.
3D-2H
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
3D-2H
Altersempfehlung: ab 6 Jahren




Des Königs liebstes Kind - Shakespeares Lear ab sieben
von Ulrich Hub
UA: Theater der Jugend, Wien, 21.2.2012. R: Ulrich Hub
Es ist die alte Geschichte des sagenumwobenen Königs Lear, der seine drei Töchter auf die Probe stellt. Denn bevor er ihnen sein Erbe überlässt, will er wissen, welche der drei ihn am meisten liebt. Als Cordelia, die jüngste Tochter, sich dieser Frage verweigert, gerät der alte Mann in Zorn. Doch ob es wirklich richtig ist, nur Goneril und Regan, den beiden älteren Schwestern, sein Schloss und das ganze Reich zu vermachen? In der Folge geht es reichlich turbulent zu im Schloss der Familie Lear. Denn neben dem König und seinen ungleichen Töchtern ist da auch noch Gloster, der es nur allzu gern sähe, wenn sich einer seiner Söhne Edmund und Edgar mit einer der Prinzessinnen verloben würde. Eine große Party soll endlich Klarheit für alle Beteiligten bringen – doch so richtig will sie nicht in Schwung kommen. Irgendwie haben sich alle etwas anderes erwartet. Und wo steckt eigentlich der König? Es steht zu befürchten, dass am Ende des Tages nur der Hofnarr noch etwas zum Lachen hat...
Ulrich Hub hat den alten Stoff in eine neue Fassung für Kinder gebracht, die den Fragen nachgeht: Was ist der Wert der Liebe? Kann man sie teilen? Ist genug für alle da? Kann ein Vater alle seine Töchter gleich gern haben? Wie verhindern, dass eine zu kurz kommt? Und was ist eigentlich wirklich wichtig im Leben? Ein ebenso spannendes und berührendes wie komisches Stück rund um Eltern, Kinder und andere Katastrophen.
3D-4H
Altersempfehlung: ab 7 Jahren
3D-4H
Altersempfehlung: ab 7 Jahren




Die Beleidigten
von Ulrich Hub
UA: Theater der Stadt Heidelberg, 7.6.1998. R: Pit Holzwarth
DIE BELEIDIGTEN ist ein Kammerspiel für vier Solisten: Ein Streichquartett - zwei Frauen, zwei Männer - probiert für seinen ersten Auftritt. Natürlich läuft bei den ersten Proben noch nichts perfekt, im Gegenteil. Und da die vier nicht nur gemeinsam musizieren, sondern auch durch verwandschaftliche und freundschaftliche Bande verbunden sind, geraten die Probendiskussionen schnell auf Abwege, gehen die Argumente unter die Gürtellinie. Gleichzeitig bauen die Figuren um sich ein Gespinst aus Lügen auf, betrügen so nicht nur die anderen, sondern auch sich selbst.
2D-2H
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Die Kameliendame (La dame aux camélias)
von Alexandre Dumas d. J.
Fassung von Ulrich Hub
UA: Schlosspark Theater Berlin, 10.9.2017. R: Philip Tiedemann
"In der Bearbeitung für das Schlossparktheater gibt es nur eine einzige Frauenfigur: Marguerite hat keine Freundin, Kollegin, nicht einmal eine vertraute Kammerzofe. Das macht sie einsamer, aber auch unabhängiger, und ganz mühelos bedient sie alle Wünsche und Projektionen der Männer.
Ständig wird in der 'Kameliendame' über Liebe gesprochen, aber man fragt sich, wodurch wird Liebe eigentlich ausgelöst, und wie verändert sie die Liebenden? Im Roman von Dumas, der aus der Ich-Perspektive von Armand erzählt wird, sieht der junge Mann die prächtig gekleidete Kameliendame das erste Mal durch ein Schaufenster. Als er später mit ihr auf dem Land lebt, läuft sie ungekämmt in einer gewöhnlichen Strickjacke herum. Armand erkennt sie kaum wieder und muss sich fragen, in wen er sich eigentlich verliebt hat – in die Kameliendame oder in Marguerite?
Noch häufiger als über Liebe wird im Roman über Geld gesprochen. Sind Gefühle also käuflich? Marguerite behauptet immerhin, dass 'Liebe auf den ersten Blick' nicht die tiefste aller Leidenschaften sei, sondern die oberflächlichste, denn Liebe brauche Zeit. Doch Marguerite selbst hat nur wenig Zeit. Bei Dumas verlässt sie Armand schließlich auf Drängen von dessen Vater, um dem Ansehen der bürgerlichen Familie Duval nicht zu schaden. In dieser Bearbeitung empfiehlt Armands Vater Marguerite, an ihren eigenen Nachruhm zu denken: Stirbt sie auf dem Land in den Armen ihres Liebhabers, ist sie schnell vergessen; wenn sie dagegen Armand verlässt und in Paris stirbt, wird man sie ewig in Erinnerung behalten – als den Inbegriff einer Frau, die für die Liebe alles geopfert hat.
Nicht zuletzt geht es in der 'Kameliendame' um die Angst vor Alter und vor Verlust von Attraktivität. Kurz gesagt: es ist eine Geschichte von Liebe, Geld und Tod. Ganz bestimmt kein Rührstück von vorgestern. Die vier übrig gebliebenen Männer stellt am Ende fest, dass eine tote Frau am leichtesten zu lieben ist – denn sie widerspricht nicht und bleibt so, wie man sie in Erinnerung hat. Vielleicht kann man sie sogar zu einem schönen Kunstwerk stilisieren. Edgar Allen Poe hat es so formuliert: »Der Tod einer schönen Frau ist wahrlich das poetischste Thema der Welt." (Ulrich Hub)
1D-4H
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Die Rübe (7-Personen-Fassung)
von Ulrich Hub
UA: tjg. theater junge generation, Dresden, 18.12.2016. R: Ulrich Hub
Während das „Rübchen“ in dem gleichnamigen russischen Volksmärchen erst durch gemeinsame Anstrengungen aus dem Boden gezogen werden kann, geht es in der gewitzten Bearbeitung von Ulrich Hub weniger um Solidarität als um Konkurrenz:
In einer fernen, eiskalten Gegend gibt es nichts zu essen als saure Gurken in Büchsen. Als dann plötzlich ein Rübchen aus dem Boden wächst, gehen die Meinungen schnell auseinander, wann der ideale Zeitpunkt zur Ernte gekommen sei. Immer mehr Leute schalten sich ein, machen ihre Ansprüche geltend und wollen die Rübe noch größer werden lassen – um einen Kuchen zu backen, für schlechte Zeiten vorzusorgen, durch den Verkauf reich zu werden oder gar die Weltherrschaft zu erlangen. Erst als die Rübe bis in den Himmel reicht und zu einer Bedrohung angewachsen ist, finden alle Figuren zu einem gemeinsamen Handeln.
Wer darf über wen bestimmen? Wann ist genug genug? Und warum kann man nicht einfach nur spielen? Um diese und ähnliche Fragen geht es in diesem Stück, das durch seine deutungsoffenen Figuren den Parabelcharakter der Vorlage bewahrt.
7 D/H
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
7 D/H
Altersempfehlung: ab 8 Jahren




Die Rübe
von Ulrich Hub
5 D/H
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
5 D/H
Altersempfehlung: ab 8 Jahren