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Richard Hey

geboren 1926 in Bonn. Ab 1970 im Verlag der Autoren. MITBE/BESTIMMT/STIMMUNG hieß, bezeichnend für die Zeit, das Hörstück, das im ersten Hörspielheft des Verlages 1971 angekündigt wurde. Ihm sollten zahlreiche weitere Hörspiele, Theaterstücke, Übersetzungen, Drehbücher folgen, darüber hinaus schrieb Hey auch Kriminalromane. Mit seinen mehrteiligen Audio-Adaptionen von DER NAME DER ROSE und SOFIES WELT trug Richard Hey zudem maßgeblich zur Popularität des Mediums Hörbuch bei. Richard Hey starb... weiterlesen »

geboren 1926 in Bonn. Ab 1970 im Verlag der Autoren. MITBE/BESTIMMT/STIMMUNG hieß, bezeichnend für die Zeit, das Hörstück, das im ersten Hörspielheft des Verlages 1971 angekündigt wurde. Ihm sollten zahlreiche weitere Hörspiele, Theaterstücke, Übersetzungen, Drehbücher folgen, darüber hinaus schrieb Hey auch Kriminalromane. Mit seinen mehrteiligen Audio-Adaptionen von DER NAME DER ROSE und SOFIES WELT trug Richard Hey zudem maßgeblich zur Popularität des Mediums Hörbuch bei. Richard Hey starb 2004 in Berlin.

Auszeichnungen:

1997 Ehrenglauser der Krimiautorenvereinigung "Das Syndikat"
1965 Hörspielpreis der Kriegsblinden
1960 Gerhart-Hauptmann-Preis der Freien Volksbühne Berlin
1955 Fördergabe des Schiller-Gedächtnispreises des Landes Baden-Württemberg
 
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Theaterstücke (5)
Das Ende des friedlichen Lebens der Else Reber
von Richard Hey
UA: Wuppertaler Bühnen, 2.1.1977. R: Richard Hey
Schauplatz ist der Meeresboden 60 Meter unterhalb der Insel Helgoland. Die Welt ist inzwischen nicht besser, sondern mieser geworden. Die Ozonschicht hat durch Umweltverschmutzung Löcher bekommen. Sauerstoffmangel und giftige Rauchschwaden rufen Hautkrebs, Asthma- und Luftbeschwerden hervor, es treten Erinnerungslücken auf, so dass sich verwandte Menschen für kurze Zeitspannen nicht mehr kennen. Der Mensch nähert sich seelisch dem Roboter. In diese prekäre Situation gerät Else Reber, als sie sich berufen fühlt, dem Menschen zu Hilfe zu kommen. Sie hatte es in ihrer Karriere nicht leicht. Als Umweltschutzministerin musste sie zurücktreten, weil sie sich mit der immer mächtiger werdenden multinationalen Industrie anlegte. Mit dem Fraktionsboss ihrer Regierungspartei, ihrem ehemaligen Liebhaber, zerstreitet sie sich, weil beide von Realpolitik verschiedene Meinungen haben. Er billigt es, dass ein fremder Konzerngigant die Forschungsstation Helgoland ohne Befragung des Parlaments schluckt, dafür aber die Löcher in der Ozonschicht flicken will. Sie lehnt Kompromisse derart unpersönlicher Art konsequent ab und beschließt, in die Selbstverwaltungsbetriebe einzusteigen. Der Autor weiß selbst, dass das keine ideale Lösung, keine Erlösung ist, aber es ist eine Tat, die menschlichem Denken zu diesem Zeitpunkt am angemessensten ist.
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Die Mamella-Maschine oder In gar sicherer Ruh
von Richard Hey
UA: Städtische Bühnen Osnabrück, 18.10.1987. R: Peter Ries
Die Mamella-Maschine ist ein Agentenstück. Schauplatz ist das Labor von Professor Robert Mühltaler im Keller seiner Villa. Mühltaler, Ende sechzig, ist Biochemiker. 1964 erhielt er den Nobelpreis in Zusammenhang mit der Erforschung der Alzheimerschen Krankheit. Auf der Suche nach einem Gegenmittel entdeckte Mühltaler eine Substanz, die verstärkt und beschleunigt, was er bekämpfen wollte. Er gab ihr den Namen "Mamella" und machte Versuche mit Ratten, die plötzlich nicht mehr wussten, wo ihr Futter stand, die sich als Babies vorkamen, überall Zitzen suchten und schließlich friedlich einschliefen. Die Entdeckung von "Mamella" setzt die Geheimdienste der verschiedenen politischen Systeme in Gang. Es wäre töricht, hier mehr über den Fortgang des Stückes zu berichten, in dem, soviel sei immerhin noch verraten, der Professor nicht nur doppelt, sondern gleich dreifach auftaucht, es natürlich um Leben und Tod geht mit Hilfe von Feuerzeugen mit bisher ungeahnten Möglichkeiten sowie ferngesteuerten Explosivstoffen und Codes der raffiniertesten Sorte. Wie jedes gute Agentenstück entwickelt sich auch dieses zu einer tödlichen Farce, in der die Menschheit nur knapp ihrer Vernichtung entgeht.
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Kandid
Zwei Akte nach Voltaire
von Richard Hey
UA: Ulmer Theater, 26.9.1972. R: Richard Hey
Eine Theaterversion des berühmten Romans von 1758, die "versucht, den großen Schrecken, der Voltaire einst überfallen hat, neu zu beschwören, so hautnah und schockierend, wie es Voltaire für die Menschen seiner Zeit getan hatte" (Stuttgarter Zeitung). Ein grelles Spektakel mit Musik.
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Kelsterbachs Lieblinge
von Richard Hey
Thea Kelsterbach, Tochter aus einer reichen Fabrikantenfamilie, möchte sich mit 75 Jahren einen Traum erfüllen: für ihren Lieblingsautor, ihre Lieblingschansonette und ihren Lieblingskabarettisten will sie eine große Europa-Tournee organisieren. Kurz vor dem Start des Unternehmens aber kommen ihre drei Lieblinge auf mysteriöse Weise um. Ein Fall für die Detektivin Katharina Ledermacher, die ihren männlichen Kollegen immer eine Nasenspitze voraus ist und den Fall im Gespräch mit der alten Dame aufklärt.
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Schnurlos
von Richard Hey
Rado ist Anfang fünfzig, Anna Ende vierzig. Seit über zwanzig Jahren sind sie verheiratet, seit über zwanzig Jahren leben sie nebeneinander her. Und so greifen sie frustriert und verletzt zufällig zum selben Mittel: die schnelle Befriedigung per Telefon, Seelsorge einmal anders im Club der einsamen Herzen, denn man möchte es "ja mal wieder schön haben". Doch wie der Zufall so will entpuppen sich "Ortego" als Rado und "Silvana" als Anna, ausgerechnet die beiden Ehepartner wurden miteinander verbunden. In dem sich daraufhin entwickelnden Gespräch zwischen Rado, der sich in seiner Fernfahrerkabine auf einem nahen Parkplatz befindet und Anna, die ihrem Blind-Date im ehelichen Schlafzimmer entgegenhoffte, ergreifen sie die Chance, die lang vermisste Nähe wieder herzustellen.
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