Wilhelm Hauff

geboren 1802 in Stuttgart, gestorben 1827 ebenda. Nach dem Tod von Hauffs Vater, zieht die Mutter mit ihren vier Kindern zu ihrem Vater nach Tübingen. Hauff studierte von 1820 bis 1824 an der dortigen Universität Theologie und wird zum Dr. phil. promoviert. In den nächsten Jahren arbeitet er als Hauslehrer und reist durch Frankreich und Norddeutschland. Seine nur kurze literarische Schaffensperiode beginnt 1825 mit der Veröffentlichung einiger Novellen ("Memoiren des Satans", "Othello"), sowie... weiterlesen »

geboren 1802 in Stuttgart, gestorben 1827 ebenda. Nach dem Tod von Hauffs Vater, zieht die Mutter mit ihren vier Kindern zu ihrem Vater nach Tübingen. Hauff studierte von 1820 bis 1824 an der dortigen Universität Theologie und wird zum Dr. phil. promoviert. In den nächsten Jahren arbeitet er als Hauslehrer und reist durch Frankreich und Norddeutschland. Seine nur kurze literarische Schaffensperiode beginnt 1825 mit der Veröffentlichung einiger Novellen ("Memoiren des Satans", "Othello"), sowie eines ersten Märchenalmanachs. Im Januar 1827 wird er Redakteur des Cottaeschen „Morgenblattes für gebildete Stände“. 1827 heiratet er seine Cousine Luise Hauff, die am 10. November desselben Jahres ein Kind von ihm gebiert. Hauff stirbt nur eine Woche später infolge einer Typhus-Erkrankung. Bekannt ist er vor allem für seine Märchen- und Sagenbearbeitungen, er schrieb aber auch den romantischen Roman "Lichtenstein", der mehrfach bearbeitet und dramatisiert wurde, sowie mehrere Erzählungen und Satiren.
 
Wilhelm Hauff »
Theaterstücke (4)
Das kalte Herz
In einer Fassung von Thomas Oberender
Nach Wilhelm Hauff
von Thomas Oberender
UA: Städtische Theater Chemnitz, 1.12.1996. R: Sebastian Orlac
Die Geschichte vom Kohlenmunk Peter, der sein warmes Herz und seine Fähigkeit glücklich zu sein, gegen einen Stein und Gold eintauscht. In Thomas Oberenders freier Adaption des Hauff'schen Märchens darf man bei aller Tragik auch lachen und sich kräftig gruseln. Die Sinne bekommen Nahrung, Tempo ist angesagt, pralles Leben und Situationskomik.
Besetzung ad libitum
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Besetzung ad libitum
Altersempfehlung: ab 6 Jahren




Das kalte Herz
In einer Fassung von Kerstin Specht
Nach Wilhelm Hauff
von Kerstin Specht
UA: Schauburg München, 14.10.2000. R: Peer Boysen
Die Geschichte vom Kohlenmunk Peter, der sein warmes Herz und seine Fähigkeit, glücklich zu sein, gegen einen Stein und Gold eintauscht. Kerstin Specht fasst das Märchen in 24 knappe Szenen, lakonisch, wirklichkeitsnah und von kinderleichtem Witz. Sie akzentuiert dabei die gesellschaftliche Komponente: der soziale Aufstieg des Protagonisten scheitert an den frühkapitalistischen Verhältnissen.
Besetzung ad libitum
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Besetzung ad libitum
Altersempfehlung: ab 6 Jahren




Das kalte Herz
In einer Fassung von Andreas W. Schmidt
Nach Wilhelm Hauff
von Andreas W. Schmidt
UA: Städtische Bühnen Freiburg, 22.11.1985. R: Maya Tangeberg
Die Geschichte vom Kohlenmunk Peter, der sein warmes Herz und seine Fähigkeit glücklich zu sein, gegen einen Stein und Gold eintauscht. Andreas Schmidt betont in seiner Fassung die Bedeutung der Natur und ihrer Wirkung auf die Menschen. Der Wald selbst wird in seiner mythologisch besetzten Vielfalt zur agierenden Figur.
2D-7H
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
2D-7H
Altersempfehlung: ab 6 Jahren




Das kalte Herz
In einer Fassung von Hansjörg Schneider
Nach Wilhelm Hauff
von Hansjörg Schneider
UA: Theater für den Kanton Zürich, 28.12.1988. R: Reinhart Spörri
Die Geschichte vom Kohlenmunk Peter, der sein warmes Herz und seine Fähigkeit glücklich zu sein, gegen einen Stein und Gold eintauscht. Hansjörg Schneider hat das berühmte Märchen frei bearbeitet und in eine Spielfassung umgewandelt. Er geht sehr behutsam mit der Vorlage um, vereinfacht, was am romantischen Text nicht eingängig ist und setzt Akzente, die zeigen, dass sich das Märchen in einem Land, wo kalte Herzen häufig anzutreffen sind, als Parabel lesen lässt.
2D-6H
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
2D-6H
Altersempfehlung: ab 6 Jahren