Robert Gernhardt

geboren 1937 in Reval (heute Tallin, Estland). Nach der Vertreibung im Krieg lässt sich die Familie um 1945 in Göttingen nieder, wo Gernhardt bis etwa 1955 die Schule besucht. 1956 Aufnahme des Studiums der Bildenden Künste an der Akademie der Künste in Berlin, später auch der Germanistik an der FU Berlin. 1964 zieht Gernhardt nach Frankfurt am Main um, wo er als freiberuflicher Maler, Karikaturist und Autor lebt. Zugleich nimmt er eine Stelle als Redakteur bei der Satirezeitschrift "Pardon"... weiterlesen »

geboren 1937 in Reval (heute Tallin, Estland). Nach der Vertreibung im Krieg lässt sich die Familie um 1945 in Göttingen nieder, wo Gernhardt bis etwa 1955 die Schule besucht. 1956 Aufnahme des Studiums der Bildenden Künste an der Akademie der Künste in Berlin, später auch der Germanistik an der FU Berlin. 1964 zieht Gernhardt nach Frankfurt am Main um, wo er als freiberuflicher Maler, Karikaturist und Autor lebt. Zugleich nimmt er eine Stelle als Redakteur bei der Satirezeitschrift "Pardon" an, die er bis 1965 inne hat. Um 1979 war Gernhardt einer der Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule, deren wichtigstes Publikationsorgan schließlich die im gleichen Jahr neu gegründete Zeitschrift "Titanic" wurde, als deren Mitgründer und lange verbundener Mitarbeiter er in Erscheinung trat. Robert Gernhardt starb 2006 in Frankfurt am Main.

Auszeichnungen:

2006 Wilhelm-Busch-Preis
2004 Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf
2004 Joachim-Ringelnatz-Preis der Stadt Cuxhaven
2003 Ehrenmitglied des Art Directors Clubs für Deutschland (ADC)
2003 Binding-Kulturpreis
2003 Deutscher Kleinkunstpreis
2002 Friedrich-Stoltze-Preis
2002 Rheingau Literatur Preis
2002 e.o.plauen Preis
2001 Schubart-Literaturpreis
2001 Gastdozentur für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt
2001 Dr. h.c. der Philosophischen Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland (Schweiz)
1999 Göttinger Elch
1999 Erich Kästner Preis
1998 Bertolt-Brecht-Literaturpreis der Stadt Augsburg
1997 Preis der LiteraTour Nord
1996 Richard-Schönfeld-Preis der Hamburgischen Kulturstiftung für literarische Satire
1991/92 Stadtschreiber von Bergen
1991 Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor
1988 Kulinarischer Literaturpreis der Stadt Schwäbisch Gmünd
1987 Deutscher Kritikerpreis der Berliner Akademie der Künste
1983 Deutscher Jugendliteraturpreis
1977 Zilveren Griffel
 
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Theaterstücke (2)
Die Toscana-Therapie
von Robert Gernhardt
UA: Stadttheater Aachen, 7.3.1987. R: Norbert Hilchenbach
Eine witzige Konversationskomödie des berühmten Dichters und Satirikers. Ein Paar wird von seinem Psychotherapeuten in die Toscana geschickt. Er, Akademischer Rat, und sie, Graphikerin – beide verstehen sich als alternativ und progressiv – sollen unter der italienischen Sonne lernen, endlich zu sagen, was sie eigentlich wollen. Die therapeutischen Mittel sind ein kaputter Boiler, Traktorenlärm und reizend aufdringliche Besucher.
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Welt im Spiegel (WimS)
In einer Fassung von Charles Lewinsky
Texte von Robert Gernhardt
Zusammengestellt von Charles Lewinsky
UA: Casinotheater Winterthur, 15.1.2003. R: Charles Lewinsky
WELT IM SPIEGEL ist eine "feierliche Lesung" mit frühen Gernhardt-Texten aus der gleichnamigen Rubrik der legendären Satirezeitschrift "Pardon", zusammengestellt von Charles Lewinsky. Der Text mit musikalischen Einlagen liegt sowohl als Materialsammlung, aus der sich jedes Theater eine eigene Spielfassung zusammenstellen kann, wie auch in der erprobten Fassung der Winterthurer UA vor.
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