© Barbara Niggl Radloff
Thea Dorn

geboren 1970 bei Frankfurt am Main. Gesangsausbildung und Philosophiestudium in Frankfurt/Main, Wien und Berlin. Von
1995–2000 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin. 2000 Dramaturgie
am Schauspiel Hannover. Seit 2004 Moderatorin der TV-Sendung Literatur im Foyer. Lebt als freie Autorin in Berlin. weiterlesen »

geboren 1970 bei Frankfurt am Main. Gesangsausbildung und Philosophiestudium in Frankfurt/Main, Wien und Berlin. Von
1995–2000 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin. 2000 Dramaturgie
am Schauspiel Hannover. Seit 2004 Moderatorin der TV-Sendung Literatur im Foyer. Lebt als freie Autorin in Berlin.

Auszeichnungen:

2015 Grimme-Preis für MÄNNERTREU
2014 Deutscher Fernsehpreis für MÄNNERTREU
2003 Berliner Krimipreis "Krimifuchs"
2000 Deutscher Krimi Preis
1995 Marlowe
 
Theaterstücke (4)
Bombsong
von Thea Dorn
UA: Theater Rotwelsch/Stuttgarter Theaterhaus, 4.9.2002. R: Winni Victor
In BOMBSONG entfaltet Thea Dorn das Psychogramm einer Selbstmordattentäterin. Abgestoßen von dem Luxus, in dem sie aufgewachsen ist, voller Sehnsucht nach einem sinnerfüllten, heldenhaften Leben, hat sich in der nach außen hin unauffällig lebenden Frau ein Keim des Widerstands gebildet, der nun – nach Jahren – in Terror umschlägt. Eigentlich hätte sie eine Jeanne d’Arc werden wollen, aber das Schlaraffenland, in dem wir leben, ist nicht bedroht. "Wer verjagt uns endlich aus dem Paradies", lautet ihr Aufschrei, und da es keiner tut, träumt sie von Zerstörung und Gewalt, die sie schließlich nicht nur denken, sondern auch ausführen möchte. Mit einer Bombe im roten Kinderkoffer versucht sie auf verzweifelt grauenhafte Weise, Kontakt mit der Wirklichkeit aufzunehmen.
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Franziska
von Thea Dorn
Nach Frank Wedekind
UA: Schauspiel Hannover, 28.9.2000. R: Christina Paulhofer
Franziska fordert Freiheit und Lebensgenus - aber nein das ist nicht genug, das können alle haben. Von unbekannten Gewalten gezwungen will sie mehr, viel mehr, mehr "als eine Weib an Freuden erleben kann". Also wird sie zum Mann, bewegungsfrei und genusssüchtig, glanzvoll und lebensgierig, ein Star zwischen Himmel und Hölle, gleichzeitig Gatte von Sophie und Geliebte des Mephistos Veit Kunz. Schließlich kennt sie alle Gerüche von der holden Erdenküche, was man genießen kann auf der Welt, hat sie genossen wie ein Held.
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Marleni
Preußische Diven blond wie Stahl
von Thea Dorn
UA: Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 15.1.2000. R: Jasper Brandis
Das Stück spielt in einer Pariser Nacht im Mai 1992, in der die 92jährige und schon ziemlich dahingeraffte Marlene Dietrich vor ihrem Todestag überraschenden Besuch von der bloß ein Jahr jüngeren, aber noch grotesk vitalen Leni Riefenstahl erhält. Das theatralische Gipfeltreffen der beiden preußischen Diven beginnt, der antifaschistische Engel und die braune Hexe prallen aufeinander. Die Fronten scheinen eigentlich geklärt, aber ihr nächtlicher Ringkampf wird zu einem Vexierspiel zwischen Hausfrau und Amazone, androgynem Vamp und asexuellem Naturkind, an dessen Ende ein deutsches Schwesternmärchen steht, die Liebe, und dahinter der Tod.
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Nike
von Thea Dorn
UA: schauspielhannover, 15.9.2001. R: Sabine Boss
Eine Glasvitrine. Darin: einen Serienkillerin, die in einem Museum als Schaustück lebendig ausgestellt wird. Nike hat 19 Männer bestialisch ermordet und soll nun die Massen ins Museum locken. Kyra, die Museumsführerin, hegt und pflegt das lebendige Exponat. Außerdem sind da noch Kyras Liebhaber Andy, der Nike für einen PR-Gag hält, und Franz, ein frühpensionierter Bibliothekar, der seine Frau und seinen Job verloren hat und sich aus Einsamkeit von Nike umbringen lassen will…
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