Alfred de Vigny

geboren 1797 in Loches als Sohn einer durch die Revolution verarmten Adelsfamilie. Er tritt früh der Armee bei (1814 - 1827), beginnt nebenbei zu schreiben und veröffentlicht 1822 seinen ersten Gedichtband. Die Jahre von 1827 bis 1831 sind für de Vigny eine erfolgreiche Phase: Nach seiner Heirat, einem weiteren Gedichtband und einem Roman verlässt er endgültig die Armee und wendet sich dem Theater zu. Nach zwei Shakespeare-Bearbeitungen veröffentlicht er sein erstes eigenes Drama, das auch... weiterlesen »

geboren 1797 in Loches als Sohn einer durch die Revolution verarmten Adelsfamilie. Er tritt früh der Armee bei (1814 - 1827), beginnt nebenbei zu schreiben und veröffentlicht 1822 seinen ersten Gedichtband. Die Jahre von 1827 bis 1831 sind für de Vigny eine erfolgreiche Phase: Nach seiner Heirat, einem weiteren Gedichtband und einem Roman verlässt er endgültig die Armee und wendet sich dem Theater zu. Nach zwei Shakespeare-Bearbeitungen veröffentlicht er sein erstes eigenes Drama, das auch erfolgreich aufgeführt wird. Mit dem Drama CHATTERTON gelingt es ihm 1834, einen Archetyp der Romantik zu schaffen. 1843 wird er in die Académie francaise gewählt. Nachdem er sich 1852 erfolglos um einen Parlamentssitz in der Zweiten Republik beworben hat, schlägt er sich auf die Seite Napoléon III. Alfred de Vigny stirbt 1863 in Paris.
 
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Theaterstücke (1)
Chatterton (Chatterton)
Deutsch von Klaus Gronau
von Alfred de Vigny
Aus dem Französischen von Klaus Gronau
UA der Übersetzung: Theaterhaus Weimar / Podewil Berlin, Mai 2002. R: Janec Müller
Der junge Poet Thomas Chatterton lebt im Haus des erfolgreichen Unternehmers John Bell und ist verliebt in dessen anmutige Frau Kitty. Auf Ideen, Phantasie und den eigenen Willen zu setzen, das war der Traum der drei miteinander verstrickten Personen. Am Ende verlieren sie alle drei: der Unternehmer seine Frau an den Dichter, und dieser sein Leben.
Mit dem Titelhelden seines Dramas von 1835 kreierte Alfred de Vigny einen Typ, der noch lange die romantische Literatur prägen sollte: der Künstler, der in einer zunehmend bürgerlich geprägten, profitorientierten Gesellschaft seinen Platz nicht mehr findet.
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