Stefan Dähnert

geboren 1961 in Bonn, lebt in Berlin.
Nach seinem Bundeswehr-Stück HERBSTBALL (1985) galt Stefan Dähnert als große Hoffnung unter den Jungdramatikern der achtziger Jahre, bevor er sich ganz dem Film und Fernsehen verschrieb und zu einem der renommiertesten Drehbuchspezialisten Deutschlands wurde. Aus seiner Feder stammen Tatort-Klassiker wie "Tod im Häcksler" oder "Schlaraffenland", Spiel- und Fernsehfilme wie "Was tun, wenn’s brennt?" oder "Erlkönig". Er ist Mitglied der Deutschen... weiterlesen »

geboren 1961 in Bonn, lebt in Berlin.
Nach seinem Bundeswehr-Stück HERBSTBALL (1985) galt Stefan Dähnert als große Hoffnung unter den Jungdramatikern der achtziger Jahre, bevor er sich ganz dem Film und Fernsehen verschrieb und zu einem der renommiertesten Drehbuchspezialisten Deutschlands wurde. Aus seiner Feder stammen Tatort-Klassiker wie "Tod im Häcksler" oder "Schlaraffenland", Spiel- und Fernsehfilme wie "Was tun, wenn’s brennt?" oder "Erlkönig". Er ist Mitglied der Deutschen Filmakademie und Dozent an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg.

Auszeichnungen:

2010 Fernsehbiber auf dem Filmfest Biberach für "Das geteilte Glück"
2001 Filmpreis der Stadt Lünen
1999 Drehbuchpreis des Landes Baden-Württemberg
1992 Bundesfilmpreis
1990 Förderpreis Regie des Max Ophüls Festivals
1988 Staatspreis für Literatur des Landes Rheinland-Pfalz
1987 Stipendium des Deutschen Literaturfonds
1985 Gerhart-Hauptmann-Preis
 
Theaterstücke (3)
Erbe um Erbe
von Stefan Dähnert
UA: Schauspiel Köln, 15.12.1985. R: Peter Kock
Da lebt ein Fräulein, schon um die 70 Jahre alt, einsam in ihrem Haus. Die Wohnung der oberen Etage hat sie an eine ältere Witwe vermietet. Auch sie ohne Kontakt zur Außenwelt. Beide sind anspruchslos und erwarten nichts mehr vom Leben. Die Rente ist kärglich, die Angehörigen scheinen sie vergessen zu haben. Da quartiert sich überraschenderweise ein Neffe bei der Hausbesitzerin ein - ein Schmarotzer, der es auf das kleine Haus abgesehen hat. Er macht sich dick, lebt rücksichtslos auf Kosten der hilflosen Tante. Die Situation wird immer unerträglicher. Schließlich bietet sich eine Gelegenheit: Mit Hilfe der Nachbarin überwindet sie ihre Angst und schmeißt den Erbschleicher hinaus. Überrascht vom Erfolg der mutigen Tat erfasst die beiden alten Damen ein nie gespürtes Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Sie schließen einen Pakt: Eine soll die andere beerben. Wirft man nämlich, so haben sie entdeckt, das Hab und Gut zusammen, kann es eine von beiden einen glücklichen und sorgenfreien Lebensabend bescheren.
2D-2H
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Frauenbad in Dieppe
von Stefan Dähnert
UA: Staatstheater Kassel, 27.10.1988. R: Stefan Dähnert
Zwei deutsche Touristinnen wollen ihren Urlaub am Strand von Dieppe verbringen. Doch statt Urlaubsvergnügen erwartet sie ein Alptraum: Der Strand ist menschenleer; wegen der Sprengungen des letzten Restes des Atlantikwalls ist das Gebiet gesperrt. Sie stoßen auf Gabriele, die einen jungen Mann am Strand versteckt hält. Auf einem gespenstischen Fest, das von französischen Veteranen am Tag der Befreiung am Strand gefeiert wird, verbinden sich Vergangenheit und Gegenwart zu einer Horrorvision.
3D-2H (Statisten)
3D-2H (Statisten)




Herbstball
von Stefan Dähnert
UA: Schauspiel Köln/Wuppertaler Bühnen, 25.10.1986. R: Horst Siede/Barbara Bilabel
Das Stück HERBSTBALL des mit dem Gerhart-Hauptmann-Preis ausgezeichneten Autors Stefan Dähnert spielt im Offizierskasino einer deutschen Kaserne. Hier wird das Ende des alljährlichen Herbstmanövers begangen. Lange Zeit kann der trügerische Frieden in der widerspruchsvoll zusammengesetzten Ballgesellschaft aufrecht erhalten werden - nicht zuletzt dank einem jungen Rekruten, der am letzten Manövertag durchgedreht und desertiert ist. Das Stichwort Fahnenflucht eint, wenn auch nur vorläufig, Offiziere und Zivilisten im gemeinsamen Jägerinstinkt. Bis im Ballsaal die Jagd ihr makabres Ende findet.
6D-12H (Statisten)
6D-12H (Statisten)