© Maude Chauvin
Guillaume Corbeil

1980 in Coteau-Station (nahe Montréal) geboren, hat 2008 eine Sammlung mit Kurzgeschichten unter dem Titel „L’art de la fugue“ veröffentlicht; er war im Rennen für den Prix du Gouverneur général in Kanada und ist mit dem Prix Adrienne Choquette ausgezeichnet worden. Sein erster Roman, „Pleurer comme dans les films“, ist im September 2009 erschienen. Außerdem verfasste er eine Biografie des kanadischen Regisseurs André Brassard. 2011 hat er das Studium Szenisches Schreiben an der Ecole nationale... weiterlesen »

1980 in Coteau-Station (nahe Montréal) geboren, hat 2008 eine Sammlung mit Kurzgeschichten unter dem Titel „L’art de la fugue“ veröffentlicht; er war im Rennen für den Prix du Gouverneur général in Kanada und ist mit dem Prix Adrienne Choquette ausgezeichnet worden. Sein erster Roman, „Pleurer comme dans les films“, ist im September 2009 erschienen. Außerdem verfasste er eine Biografie des kanadischen Regisseurs André Brassard. 2011 hat er das Studium Szenisches Schreiben an der Ecole nationale de théâtre du Canada abgeschlossen.

Auszeichnungen:

2013 Autorenpreis beim Festival "Primeurs" in Saarbrücken
 
Guillaume Corbeil »
Theaterstücke (1)
Man sieht sich (Nous voir nous)
Deutsch von Frank Heibert
von Guillaume Corbeil
Aus dem Frankokanadischen von Frank Heibert
UA (unter dem Titel "Cinq visages pour Camille Brunelle"): Théâtre PÀP, Montréal, 26.2.2013. R: Claude Poissant.
DSE: Theater der Jungen Welt, Leipzig, 19.9.2014. R: Jürgen Zielinski
Fünf Personen stellen sich vor: über ihre Profile bei Facebook, über zahllose "Likes", über die Fotos, die sie von sich zeigen, über ihre Videos. Wer sich hinter diesen Masken sozialer Netzwerke verbirgt, bleibt lange im Ungefähren. Was harmlos beginnt, entwickelt sich zu einer makabren Demaskierung einer an der Oberfläche erstarrten Gesellschaft. "Das Netz zwingt uns, uns fundamentale Fragen über unsere Gesellschaft zu stellen", so Guillaume Corbeil: "Was heißt es zu leben? Wo leben wir? Wer sind wir? MAN SIEHT SICH ist auch ein Stück über den Verlust der Sprache. Wir klicken bei Facebook ‚Like‘ und tauschen auf YouTube Videos aus. Man liebt, aber man hat sich nichts zu sagen und definiert sich über die Worte der Anderen."
MAN SIEHT SICH wurde 2013 mit dem Autorenpreis beim Festival "Primeurs" in Saarbrücken ausgezeichnet. "Dass das Stück nicht kommentiert, sondern nur den Mechanismus heißlaufen und die menschliche Verzweiflung dahinter kurz aufblitzen lässt, macht es tieftraurig und groß", heißt es in der Jurybegründung.
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