© Martina Thalhofer
Svenja Viola Bungarten

Svenja Viola Bungarten, geboren 1992 in Koblenz, studierte Szenisches Schreiben an der UdK Berlin und macht zurzeit ein Erasmus an der Sprachkunst in Wien. Ihre letzte Veröffentlichung hatte sie in der BELLA triste. 2016 gewann sie für ihr Libretto POST NUCLEAR LOVE den „Berliner Opernpreis“ und ein Auszug ihres Stücks KALT IST MIR NICHT lief im Rahmen der Werkstatt neue Stücke unter ihrer Regie sowohl am BAT, als auch im Deutschen Theater Berlin. Mit ihrem Stück DOROTHEE STURM war sie für den ... weiterlesen »

Svenja Viola Bungarten, geboren 1992 in Koblenz, studierte Szenisches Schreiben an der UdK Berlin und macht zurzeit ein Erasmus an der Sprachkunst in Wien. Ihre letzte Veröffentlichung hatte sie in der BELLA triste. 2016 gewann sie für ihr Libretto POST NUCLEAR LOVE den „Berliner Opernpreis“ und ein Auszug ihres Stücks KALT IST MIR NICHT lief im Rahmen der Werkstatt neue Stücke unter ihrer Regie sowohl am BAT, als auch im Deutschen Theater Berlin. Mit ihrem Stück DOROTHEE STURM war sie für den  "Retzhofer Dramapreis 2017“ nominiert, im selben Jahr war sie zum Prosanova eingeladen. Zudem ist sie Herausgeberin der Buchreihe STILL Drama.

Auszeichnungen:

2016 Berliner Opernpreis für ihr Libretto "Post Nuclear Love"
2017 Nominierung für den Retzhofer Dramapreis für "Dorothee Sturm"
 
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Theaterstücke (1)
TOT SIND WIR NICHT
von Svenja Viola Bungarten
In Svenja Viola Bungartens Debütstück geht es um Leben und Tod. Da sind Beate und Ute K., zwei ältere Frauen, die raus wollen aus ihrem Leben. Das Ziel ist Okinawa, wo die Menschen uralt werden. Dazu dealen sie nachts mit Medikamenten. Doch den Liebenden macht der Tod einen Strich durch die Rechnung. Denn gerade jetzt muss Willi, Ute K.s Ehemann, in seinen Sessel verdunsten und mit der Beerdigung ein Loch in die ohnehin bescheidene Reisekasse schlagen. Ein neuer Plan muss her, und Willi so schnell es geht unter die Erde. Da sind Piotr Nagel und sein Neffe Jason, Bestatter, denen die Finanzkrise einen Bestattungsstau eingebrockt hat, und die kurz vor dem Ruin stehen. Doch was Jason für die rettende Idee hält, könnte für Piotr erst recht der Untergang sein. Und dann ist da noch Franka. Ein Schatten, ein Geist, die Zukunft. Rauchend steht sie in ihrem Kühlhaus und wartet auf Kunden, ihr Slogan: Sterben war gestern, gefroren wird morgen.
In Sehnsüchten gefangen, die größer sind als sie selbst, suchen die Figuren im Ende einen Anfang und finden sich doch nur in dunklen Straßen und zugigen Leichenhallen wieder. Mit absurden Dialogen und aberwitzigen Situationen befragt das Stück den Umgang mit dem Tod in einer Gesellschaft, die sich unsterblich wähnt. "TOT SIND WIR NICHT": ein Aufbegehren gegen das Altern, die Armut und die eigene Endlichkeit.
3D-2H
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