© Hans Jörg Michel
Marc Becker

geboren 1969 in Bremen, lebt in Oldenburg. Noch als Student in Erlangen realisierte der Werder Bremen-Fan mit »Spaßkellner«-Erfahrung seine ersten Theaterprojekte, bevor er 1999 mit der Szenenfolge US AMOK Aufmerksamkeit erregte und 2004 in dem Fußballkrimi und »hellsichtigen Diskurs über die Nation« (Die Welt) WIR IM FINALE die Fragen aller Fragen stellte und richtig bekannt wurde. »Wer hat unsere Tugenden geklaut. Welche Sau war das.« Genau um diese Frage in all ihren Abgründen geht es... weiterlesen »

geboren 1969 in Bremen, lebt in Oldenburg. Noch als Student in Erlangen realisierte der Werder Bremen-Fan mit »Spaßkellner«-Erfahrung seine ersten Theaterprojekte, bevor er 1999 mit der Szenenfolge US AMOK Aufmerksamkeit erregte und 2004 in dem Fußballkrimi und »hellsichtigen Diskurs über die Nation« (Die Welt) WIR IM FINALE die Fragen aller Fragen stellte und richtig bekannt wurde. »Wer hat unsere Tugenden geklaut. Welche Sau war das.« Genau um diese Frage in all ihren Abgründen geht es Becker, der pausenlos schreibt und inszeniert, u.a. in Heidelberg, Groningen und Oldenburg, wo er Hausautor und -regisseur ist.

Auszeichnungen:

2005 Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg
2004 Impulse-Preis; Preis der Bayerischen Theatertage; "Stern des Jahres" der "Nürnberger Abendzeitung"
2003 "Stern des Jahres" der "Nürnberger Allgemeinen"

 
Marc Becker »
Theaterstücke (13)
Aus der Mitte der Gesellschaft
von Marc Becker
UA: Oldenburgisches Staatstheater, 10.9.2010. R: Marc Becker
Lange fühlte sich die Mitte wohl in Deutschland. Es gab eine breite stabile Mittelschicht. Heute redet niemand mehr davon. Alle reden vielmehr von steigenden Einkommensunterschieden und wachsenden sozialen Unterschieden. Die Angst vorm gesellschaftlichen Abstieg ist ebenso groß wie der Ennui am Ewigselben: "Hilfe, ich stagniere!" Marc Becker hat für seine Auseinandersetzung mit der Mitte der Gesellschaft die Form eines "Sprachkonzertes" gewählt. Die Darsteller geben der "Mitte" ihre Stimme und versuchen eine Bestandsaufnahme. Wer sind sie eigentlich, und was wollen sie vom Leben? Warum haben wir eigentlich keine Utopie mehr? Warum kann man die so einfach scheinenden Lösungen für all die schwierigen Probleme nicht mal schnell in die Tat umsetzen? Warum soll man auf andere Rücksicht nehmen? Jeder ist sich doch selbst der nächste. Und umgekehrt: Was wäre, wenn sich aus den einzelnen Menschen ein "Wir" entwickeln würde? Wenn diese Gruppe nicht durch Angst gebremst mit Veränderungswillen in die Zukunft aufbräche?
Von diesen Fragen und Ängsten handelt AUS DER MITTE DER GESELLSCHAFT. Der Text entstand im Auftrag des Oldenburgischen Staatstheaters, wo er in der Regie des Autors uraufgeführt wurde.
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum




Don Quijote und Sancho Pansa
Nach Miguel de Cervantes
von Marc Becker
Schauspiel nach Cervantes
UA: Theater Erlangen, 17.6.2004. R: Stephan Schnell
Alonso Quesano, ein Adliger, lebt zusammen mit seiner Haushälterin und seinem dürren Pferd irgendwo in einem Dorf in der spanischen Hochebene La Mancha. Nach der Lektüre zahlloser Ritterromane und vielleicht auch unter dem Einfluss der auf sein Haupt brennenden Sonne, fällt er den Entschluss, sich fortan Don Quijote von La Mancha zu nennen, sein altes Leben aufzugeben und als Ritter in die Welt zu ziehen, um diese vom Bösen zu befreien. Seinen Nachbarn, den Bauern Sancho Pansa, kann er überzeugen, als Schildknappe in seine Dienste zu treten. Gemeinsam mit Sancho Pansa erlebt Don Quijote eine Fülle von Abenteuern, gerät in groteske und komische Situationen, die ihre Faszination aus der konsequent ritterlichen Weltsicht des Protagonisten erhalten.
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum




Glück für alle
von Marc Becker
Das Werk wurde gefördert von der BHF-BANK-Stiftung, Ffm
UA: Oldenburgisches Staatstheater, 4.5.2008. R: Marc Becker
In GLÜCK FÜR ALLE beschäftigt sich Marc Becker – nicht ohne hintersinnige Komik – mit zentralen Fragen des Daseins: Was braucht der Mensch, um glücklich zu sein? Was ist das überhaupt, ein glückliches Leben? Und: Kann man es künstlich herstellen?
Der renommierte Wissenschaftler Adamo hat einer Gruppe von zwei Frauen und drei Männern, die mit ihrem bisherigen Leben und vor allem mit sich selbst unzufrieden sind, lebenslanges Glück versprochen – wenn sie sich mit ihm auf eine Reise durch die Weiten des Universums begeben. Natürlich entwickelt sich alles anders als erwartet: Denn wer weiß schon, was Glück eigentlich ist?
Marc Becker nährt sich der Antwort auf diese Frage mit dem nötigen Humor und wagt gleichzeitig einen Ausblick, wohin sich das heutige Leben entwickeln könnte.
GLÜCK FÜR ALLE entstand im Auftrag der Frankfurter Positionen 2008.
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Im Namen der Sicherheit
von Marc Becker
UA: Staatstheater Braunschweig, 17.12.2011. R: Marc Becker
Kaum fünf Wochen mit der Fernsehmoderatorin Laura verheiratet, beginnt der erfolgreiche Finanzberater Hans an der Treue seiner Frau zu zweifeln. Folglich erhält sein Freund, der erfolglose Künstler Georg, den Auftrag, selbige in Versuchung zu führen – kann das gut gehen?
Was geschieht, wenn der gesellschaftliche Anspruch auf Sicherheit wahnhafte Auswüchse annimmt und auf die persönlichen Beziehungen durchschlägt? Um diese Frage geht es in dem Stück. Im persönlichen Bereich kennen wir alle die Folgen eines maximalen Sicherheitsbedürfnisses: Misstrauen, Eifersucht, Verlustangst. Was im wirklichen Leben bitterer Ernst sein kann, wird im Theater zum Stoff für drei wunderbare Komödianten.
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Jung und unschuldig
von Marc Becker
UA: Noord Nederlands Toneel, 6.12.2005. R: Marc Becker.
DE: Theater Erlangen, 24.6.2006. R: Christian von Treskow
Trixi, Melli und Viola sind jung und wollen Spaß. Jürgen und Heiko sind auf der Suche nach Mädchen – bisher ohne Erfolg. Zum Glück ist Dr. Saumann, der Philosophielehrer, im Besitz einer Wunderpille, die unwiderstehlich macht...
Marc Beckers Stück "zwischen Schulmädchen-Report und Methusalem-Komplott" setzt sich mit den Themen Sex und Gesellschaft, Sex als Waffe, Jugendkult und Alter auseinander – inspiriert von deutschen Sexfilmen der 70er Jahre und der Tatsache, dass in den nächsten Jahren durch die Verschiebungen in der Altersstruktur der Gesellschaft drastische Veränderungen zu erwarten sind.
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Männer mit Krone
Anarchistisches Radikalschauspiel
von Marc Becker
UA: Oldenburgisches Staatstheater, 14.9.2012. R: Marc Becker
Was passiert, wenn drei herrschsüchtige Könige oder solche, die sich dafür halten, aufeinander treffen? Drei Männer im Wettstreit um die Macht: Durch eine Vielzahl von schmutzigen Tricks, Verschwörungen, Intrigen und immer wieder neuen Absprachen und Bündnissen versuchen sie ihre Mitstreiter auszuschalten, um eine Diktatur zu errichten. Das ist, kurz gesagt, der ursprünglich geplante Inhalt des Stückes. Doch es kommt anders: Einer der drei Protagonisten weigert sich, das Stück zu spielen, weil es seiner Meinung nach nicht genug mit ihm zu tun hat und nicht politisch genug ist. Dann spielt er doch. Dann wieder nicht. Was ist Spiel? Was ist ernst? Alles läuft aus dem Ruder. Alles ist Spiel. Alles ist ernst.
Ein Abend über Größenwahn, heutige Lebensrealitäten und die Lust, sich in den Vordergrund zu spielen.
3H
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Margot und Hannelore
von Marc Becker
UA: Theaterhaus Jena, 13.2.2003. R: Christian von Treskow
Königinnen, Machthaberinnen sind die Protagonistinnen dieses Stückes: Margot Honecker, Jahrgang 1927 und Hannelore Kohl, Jahrgang 1931. Entstanden ist ein Stück Dokufiktion über zwei Frauen, die fast nichts über ihr Privatleben durchsickern ließen. Ein Stück über Sieg und Niederlage von zwei Systemen, über zwei Deutschlands, zwei Biographien. Die eine, die Systemgewinnerin, die ihre letzten Monate aufgrund einer mysteriösen Lichtallergie im Dunkeln vegetierte und schließlich den Freitod wählte. Die andere, die Systemverliererin, die ihren Lebensabend im sonnigen Chile verbringt und unbeirrt den Sozialismus verteidigt. Ein Stück über Politik und Karriere, Öffentlichkeit und Privatleben, über das Verheiratetsein mit der Macht.
8 D/H
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Meier Müller Schulz oder Nie wieder einsam!
Eine Geiselfarce
von Marc Becker
UA: Oldenburgisches Staatstheater, 20.2.2009. R: Marc Becker
In MEIER MÜLLER SCHULZ ODER NIE WIEDER EINSAM widmet sich Marc Becker einem gesellschaftlichen Massenphänomen: der Einsamkeit. Herr Meier ist ein gewöhnlicher Großstadt-Single, dem sein Alleinsein zu schaffen macht. Kurzerhand entführt er Herrn Schulz und hält ihn sich als Geisel und Gesellschafter. Als jedoch die Nachbarin Frau Müller unerwartet vor der Tür steht, bringt sie Meier in Erklärungsnot und auch Schulz in Schwierigkeiten – es entspinnt sich eine Dreiecksgeschichte der ganz besonderen Art.
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Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:
1. Meier Müller Schulz oder Nie wieder einsam!. Niederdeutsch von Rolf Petersen




My name is Peggy
von Marc Becker
UA: Theater Erlangen, 23.3.2001. R: Marc Becker
"Es gibt nichts. Gar nichts. Es ist doch alles gar nicht real. Es stimmt doch nichts. Man kann doch immer nur so tun als ob. Man kann nur simulieren." Eine Frau im besten Alter ist nervös. Sie wird einen Mann treffen. Gut, er hat ihren Hund überfahren - aber er sah doch ganz nett aus. Doch was wird er von ihr erwarten. Wie soll sie sein? Alltägliche Gedanken und doch so schwierig - von Marc Becker meisterhaft pointiert in diesem Monodrama verarbeitet.
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Terrorprogramm
von Marc Becker
UA: Oldenburgisches Staatstheater, 22.2.2007. R: Marc Becker
"Franz Pinsel sitzt an seinem Schreibtisch, hört klassische Musik, nippt hin und wieder an seiner schönen Teetasse und arbeitet sich vorsichtig durch einen Stapel Aktenordner. Er dreht sich immer wieder ruckartig um, so, als ob er etwas hinter sich hören würde. Nach einer Weile springt er plötzlich auf, erschreckt, versucht zu schreien, hält sich den Mund zu, hält sich dann eine Waffe an den Kopf."

Die Selbstentführung des Kapitalisten Franz Pinsel durch den vormaligen Idealisten Franz Pinsel ist die erste Nummer im TERRORPROGRAMM von Marc Becker. Durch die Szenen führt ein Conferencier, in dessen geschmeidigen Phrasen sich der Widerspruch zwischen Aufbegehren und Bequemlichkeit schmerzlos aufhebt. Eine Volksparty ohne Volk, Terror als Familienangelegenheit, "Geisel", "Attentat" und "Erpressung" als die Knüller einer event-Agentur: Marc Becker rechnet in vergnügter Schärfe ab mit dreißig Jahren terror & error, und im Hintergrund lauert die Frage: woran soll man heute noch glauben, wogegen rebellieren?
mindestens 3D - 2H
mindestens 3D - 2H




Verlag der Autoren
Theaterverlag


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