Aischylos

geboren 525 v. Chr. in Eleusis, Attika.
Als Sohn des Euphorion entstammt Aischylos einem alten Adelsgeschlecht. Er begeistert sich früh für die Dichtkunst und der Legende nach weiht ihn Dionysos selber in einem Traum zum Dichter. Im Alter von 25 Jahren nimmt er erstmals an den Dionysien, dem Athener Dichterwettstreit teil. 490 v. Chr. nimmt Aischylos an der Schlacht von Marathon teil und 480 v. Chr. an der Seelschlacht von Salamis. Diese Erfahrungen verarbeitet er später in seinen Dramen.... weiterlesen »

geboren 525 v. Chr. in Eleusis, Attika.
Als Sohn des Euphorion entstammt Aischylos einem alten Adelsgeschlecht. Er begeistert sich früh für die Dichtkunst und der Legende nach weiht ihn Dionysos selber in einem Traum zum Dichter. Im Alter von 25 Jahren nimmt er erstmals an den Dionysien, dem Athener Dichterwettstreit teil. 490 v. Chr. nimmt Aischylos an der Schlacht von Marathon teil und 480 v. Chr. an der Seelschlacht von Salamis. Diese Erfahrungen verarbeitet er später in seinen Dramen. 472 v. Chr. gewinnt Aischylos erstmals die Dionysien, die er insgesamt dreizehn mal gewinnt, obwohl er mehrfach Sophokles unterliegt. 456 v. Chr. stirbt er in Gela, Sizilien. Der Legende nach wurde er von einer Schildkröte erschlagen, die ein Adler fallen ließ.

 
Aischylos »
Übersetzung (1)
Die Orestie des Aischylos (Oresteia)
Deutsch von Peter Stein
von Aischylos
Prosaübersetzung von Peter Stein
UA: Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin, 18.10.1980. R: Peter Stein.
Ein furchtbarer Fluch lastet auf dem Haus der Atriden. Mord folgt auf Mord. Rache auf Rache. Agamemnon opferte seine Tochter Iphigenie, um günstigen Wind für seine Kriegsflotte nach Troja zu erbitten. Klytämnestra hat ihm das nie verziehen und tötet den siegreichen Heimkehrer. Daraufhin schwören die Kinder Elektra und Orest Rache; Orest tötet die Mutter und Vatermörderin und deren Geliebten und Mordgehilfen Aigisthos. Nun verfolgen die Erinyen Orest, den Muttermörder, und fordern wiederum seinen Tod. Doch ohne Erfolg. Die Spirale der Gewalt, der Fluch der Familie, das Prinzip der Blutrache wird durchbrochen, durch Apollons Einspruch, der Orest selbst zum Rächer von Agamemnons Tod auserkoren hat, und durch Athenes radikal neue Idee, die Bürger der Stadt zu Richtern über Orests Schicksal zu machen. Vernunft tritt an die Stelle der blinden Rache. Ein Gerichtsverfahren ersetzt die blutige Lösung. Dem Menschen fällt erstmals Verantwortung zu für sein Tun. Die Götter verlieren ihre Allmacht – nicht kampflos. Doch Athene gelingt es, die alten Kräfte mit der neuen Ordnung zu vereinen und bereitet damit den Weg für eine neue Zeit. Ob nun eine glückliche oder unglückliche, wird erst die Zukunft zeigen...
Aischylos, der Erfinder der Tragödie, lässt mit der ORESTIE einen zeitlosen Konflikt von großem Format entstehen, eine Endzeitgeschichte mit heutiger Dimension.
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum