Catherine Aigner

geboren 1977 in München, studierte Schauspiel an der Athanor Akademie für darstellende Kunst, Film und TV in Burghausen und der New York Film Academy. Im Anschluss belegte sie das Studienfach Szenisches Schreiben an der bayrischen Theaterakademie August Everding in München unter der Leitung von Tankred Dorst und Gaston Salvatore. 2006 erhielt sie für ihr Stück „Mexico“ ein Auslandsstipendium in Mexico City. 2007 gewann sie mit ihrem Stück „Hinter Augen“ den Autorenpreis am Thalia Theater in... weiterlesen »

geboren 1977 in München, studierte Schauspiel an der Athanor Akademie für darstellende Kunst, Film und TV in Burghausen und der New York Film Academy. Im Anschluss belegte sie das Studienfach Szenisches Schreiben an der bayrischen Theaterakademie August Everding in München unter der Leitung von Tankred Dorst und Gaston Salvatore. 2006 erhielt sie für ihr Stück „Mexico“ ein Auslandsstipendium in Mexico City. 2007 gewann sie mit ihrem Stück „Hinter Augen“ den Autorenpreis am Thalia Theater in Hamburg. 2009 wurden ihre Texte erstmals in andere Sprachen übersetzt. Catherina Aigner lebt in Salzburg.
 
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Theaterstücke (2)
In fremde Hände
von Catherine Aigner
Wer gibt sein Kind schon gern in fremde Hände? Anas Vater jedenfalls nicht: Nachdem er und seine Frau Ana in der Psychiatrie abgegeben haben, will er immer noch nicht glauben, dass dies der richtige Schritt war. Zwar ist Ana schwer zugänglich und scheint Stimmen zu hören, die es nicht gibt – doch plagen sie in Wirklichkeit nicht einfach nur Sorgen, die in ihrem Alter normal sind? Während sich Ana in der Klinik mit ihrer durchgeknallten Zimmergenossin Elena, mit Klinikregeln und einem aufdringlichen Pfleger herumschlägt, scheinen auch die Eltern zuhause nicht weniger eingeschlossen zu sein: mit sich, ihrer Vergangenheit, ihren Konflikten und der Sorge um die Tochter. Bis eine Kurzschlussreaktion dafür sorgt, dass Ana aus der Klinik zurückkehrt. Doch in ihrem vertrauten Umfeld angekommen, gerät sie erneut in fremde Hände.
Catherine Aigner ist ein Stück gelungen, das ernste Themen wie Missbrauch und psychische Erkrankung mit einem Spiel der Perspektiven verbindet.
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Polle und Paul
von Catherine Aigner
"Die Jugend ist ein Geschenk, das die Jungen nicht verdienen", sagt Polle. Und sie muss es wissen, schließlich gehören sie und Ehemann Paul längst zum alten Eisen. Sogar die eigene Tochter, so scheint es, will nichts mehr von ihnen wissen. So verbringen Polle und Paul den Lebensabend alleine in den heimischen vier Wänden. Der tägliche Kleinkrieg zwischen beiden ist ebenso eingespielt wie der geregelte Tagesablauf, auf dessen Einhaltung Paul penibel achtet. Bis eines Nachts die Couch aus ihrem Wohnzimmer verschwindet. Wer steckt dahinter? Und was ist jetzt zu tun? Plötzlich ist alles anders: Der Alltag gerät aus dem Tritt, die gewohnten Rituale funktionieren nicht mehr, das Streiten dafür umso besser. Mit Macht bricht sich Bahn, was all die Jahre unter den Teppich, oder besser: unter die Couch gekehrt wurde. Polle und Paul müssen sich der Vergangenheit stellen - und auch dem, was ihnen an Zukunft bleibt.
Die tragikomische Groteske POLLE UND PAUL lässt viel Raum für szenische Improvisationen für ein älteres (oder auch "alt spielendes") Schauspielerpaar.
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