Aktuelles

„Familie ist kompliziert“: Uraufführung von Ulrich Hubs RUMPELSTILZ am Theater Klagenfurt

"So hat man RUMPELSTILZ noch nicht gesehen." (ORF.at) In der erfrischend modernisierten und humorvollen Bearbeitung des Grimm‘schen Märchens durch Ulrich Hub sind die Königin und der Müller "zwei...weiterlesen »

© Stefan Schugt

"So hat man RUMPELSTILZ noch nicht gesehen." (ORF.at) In der erfrischend modernisierten und humorvollen Bearbeitung des Grimm‘schen Märchens durch Ulrich Hub sind die Königin und der Müller "zwei alleinerziehende Eltern, die manchmal einfach nur überfordert sind." (ORF.at) So ist "der Ewartungsterror der Eltern […] hier der Ursprung allen Übels." (Kleine Zeitung) Am Theater Klagenfurt wurde die UA des Auftragswerks, bei der Hub ebenfalls Regie führte, als Musical für die ganze Familie umgesetzt (Kompositionen: Philip Mayers). "Das Ensemble agiert souverän und mit sichtbarer Spielfreude, allen voran die entzückend von Gewissensbissen geplagte Tanja Raunig als Müllerstochter und der Königssohn Josef Ellers als Muttersöhnchen zwischen Teddy und Thron. […] Mit Live-Musik aus den Seitenlogen […] und dem protzigen Bühnenbild rund um eine barocke Schlosstreppe kann man Rumpelstilz(chen) fast lieb gewinnen." (Kleine Zeitung) "RUMPELSTILZ ist eine komplizierte Familiengeschichte, die am Ende doch noch gut ausgeht." (ORF.at)

    

Simone Kuchers EINE VERSION DER GESCHICHTE bei den Autorentheatertagen

EINE VERSION DER GESCHICHTE von Simone Kucher ist als eines von drei Theaterstücken zu den Autorentheatertagen 2018 eingeladen. Mit der Auswahl verbunden ist eine Uraufführung am Schauspielhaus Zürich. In der Jurybegründung...weiterlesen »

EINE VERSION DER GESCHICHTE von Simone Kucher ist als eines von drei Theaterstücken zu den Autorentheatertagen 2018 eingeladen. Mit der Auswahl verbunden ist eine Uraufführung am Schauspielhaus Zürich. In der Jurybegründung heißt es: "Der Titel deutet es klar an: Es handelt sich um eine Annäherung, um ein Herantasten an Geschichte, an eine mögliche Variante. Thematisch geht es um Armenien, um den Genozid, der zwischen 1915 und 1916 an diesem Volk verübt wurde, um die daraus resultierende Zerstörung und Zerstreuung ganzer Familien. Und es geht um Sprache, darum, wie man seine Muttersprache gelernt hat, wie man sie teilweise wieder verlernt, um Bilder, um (Volks-)Märchen in ihrer ursprünglichen Form, als mündliche Überlieferungen, als Parabeln. Welche Geschichten erzählt man sich über seine Ursprünge und Wurzeln weiter, und welche will man vielleicht gar nicht so genau kennen? Simone Kucher benutzt originale Tonaufnahmen, die in Gefangenenlagern nach dem Ersten Weltkrieg mit einem alten Phonographen gemacht wurden, und sie erforscht tastend Familienfotos. Ihre Sprache ist knapp und schnörkellos, aber genau dadurch öffnet sie riesige Assoziationsräume, die Luft lassen für tiefe Emotionen, ohne diese mit zu vielen Worten zu zerreden. Auf wunderbare Weise schafft die Autorin "das Unfassbare fassbar, das Abstrakte konkret" werden zu lassen und lässt ein Suchen und Fragen an Geschichte zu, das weit über Armenien hinausführt. Das alles ist großartig und auf wunderbare Weise abstrakt und zugleich konkret und lässt ein Suchen und Fragen zu, das weit über Armenien hinausführt. Ein politisches heutiges Stück der leisen Töne und dadurch sehr lebensnah und präzise."

    

Svenja Viola Bungarten

... ist neue Autorin des Verlags. Nach ersten Bühnenerfahrungen im Jugendclub des Theaters Koblenz hat Svenja Viola Bungarten (Jahrgang 1992) zunächst Theater- und Literaturwissenschaften an der FU Berlin studiert, seit 2014...weiterlesen »

© Martina Thalhofer

... ist neue Autorin des Verlags. Nach ersten Bühnenerfahrungen im Jugendclub des Theaters Koblenz hat Svenja Viola Bungarten (Jahrgang 1992) zunächst Theater- und Literaturwissenschaften an der FU Berlin studiert, seit 2014 dann Szenisches Schreiben an der UdK Berlin.
Den Figuren in ihrem Debütstück TOT SIND WIR NICHT geht es, wie der Titel schon nahelegt, ums Ganze: Da sind Beate und Ute K., zwei Rentnerinnen, die raus wollen aus ihrem Leben. Das Ziel ist Okinawa, wo die Menschen uralt werden. Dazu dealen sie nachts mit Medikamenten. Doch den Liebenden macht der Tod einen Strich durch die Rechnung. Denn gerade jetzt muss Willi, Ute K.s Ehemann, in seinen Sessel verdunsten und mit der Beerdigung ein Loch in die ohnehin bescheidene Reisekasse schlagen. Ein neuer Plan muss her, und Willi so schnell es geht unter die Erde. Da sind Piotr Nagel und sein Neffe Jason, Bestatter, denen die Finanzkrise einen Bestattungsstau eingebrockt hat, und die kurz vor dem Ruin stehen. Doch was Jason für die rettende Idee hält, könnte für Piotr erst recht der Untergang sein. Und dann ist da noch Franka. Ein Schatten, ein Geist, die Zukunft. Rauchend steht sie in ihrem Kühlhaus und wartet auf Kunden, ihr Slogan: Sterben war gestern, gefroren wird morgen.
In Sehnsüchten gefangen, die größer sind als sie selbst, suchen die Figuren im Ende einen Anfang und finden sich doch nur in dunklen Straßen und zugigen Leichenhallen wieder. Mit absurden Dialogen und aberwitzigen Situationen befragt das Stück den Umgang mit dem Tod in einer Gesellschaft, die sich unsterblich wähnt. "TOT SIND WIR NICHT": ein Aufbegehren gegen das Alter, die Armut und die eigene Endlichkeit.

Besetzung: 3D - 2H

    

DER NAME DER ROSE wird neu verfilmt

Im kommenden Jahr fällt der Startschuss zu einer achtteiligen Neuverfilmung von Umberto Ecos DER NAME DER ROSE, besetzt unter anderem mit John Turturro und Rupert Everett. Mit 5,9 Mio. Besuchern war die von Bernd Eichinger...weiterlesen »

Im kommenden Jahr fällt der Startschuss zu einer achtteiligen Neuverfilmung von Umberto Ecos DER NAME DER ROSE, besetzt unter anderem mit John Turturro und Rupert Everett. Mit 5,9 Mio. Besuchern war die von Bernd Eichinger produzierte Verfilmung von Ecos Bestseller einer der großen europäischen Blockbuster der Achtzigerjahre. Die Theaterrechte an dem Roman liegen beim Verlag der Autoren. Nächste Premiere der Bühnenfassung von Claus J. Frankl: 11.11., Theater Pfütze, Nürnberg, R: Marcelo Diaz.

    

Nominiert für den Taalunie Toneelschrijfprijs

... mit dem alljährlich das beste Stück der Saison in den Niederlanden und Belgien prämiert wird, ist Rik van den Bos mit seinem Monodrama "Find me a boring stone": die Geschichte eines jungen Mannes allein in einer...weiterlesen »

© Bob Bronshof

... mit dem alljährlich das beste Stück der Saison in den Niederlanden und Belgien prämiert wird, ist Rik van den Bos mit seinem Monodrama "Find me a boring stone": die Geschichte eines jungen Mannes allein in einer Stadt, der nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter in das Leben zurückfinden will: in sein eigenes, aber auch in das der Stadt und der Menschen um ihn herum. Rik van den Bos' erstes ins Deutsche übersetzte Stück, LEERLAUF (Ü: Christine Bais), wurde am Deutschen Theater Berlin erstaufgeführt: eine Kriegsheimkehrergeschichte der besonderen Art, die den Zuschauer mitnimmt in die Innenwelt eines traumatisierten NATO-Soldaten.

    

"Erschütternd gut"

... so die Rheinische Post, sei die Uraufführung von Peter Hathazys MUTTERSEELENALLEIN an der Studiobühne Leverkusen, inszeniert von Simon H. Kappes. Im Mittelpunkt von Hathazys Stück steht eine 80jährige, einst Revuetänzerin,...weiterlesen »

... so die Rheinische Post, sei die Uraufführung von Peter Hathazys MUTTERSEELENALLEIN an der Studiobühne Leverkusen, inszeniert von Simon H. Kappes. Im Mittelpunkt von Hathazys Stück steht eine 80jährige, einst Revuetänzerin, jetzt ein Pflegefall, der abgeschoben wird. Aus den Erzählungen ihrer engsten Angehörigen und aus schlaglichtartigen Dialogszenen setzt sich eine traurig-komische Geschichte des Älterwerdens zusammen. Das sei "harter Tobak und betrifft einfach jeden", so die Rheinische Post: "Nun wäre diese berührende Inszenierung vom Elend des Alters kaum zu ertragen, würden die nicht immer wieder humorvoll gebrochen. Im Publikum wird erstaunlich oft gelacht, wenn auch nur für kurze Zeit."

    

Rudolf Herfurtner zum 70sten

Rudolf Herfurtner, Autor zahlreicher Kinderstücke, Jugendbücher, Drehbücher und Hörspiele, wird siebzig. 2013 erschien sein historischer Jugendroman MAGDALENA HIMMELSTÜRMERIN, dessen Bühnenfassung in der vergangenen Spielzeit...weiterlesen »

© Ruth Herfurtner

Rudolf Herfurtner, Autor zahlreicher Kinderstücke, Jugendbücher, Drehbücher und Hörspiele, wird siebzig. 2013 erschien sein historischer Jugendroman MAGDALENA HIMMELSTÜRMERIN, dessen Bühnenfassung in der vergangenen Spielzeit an der Münchner Schauburg uraufgeführt wurde. In diesem Jahr istHerfurtner zudem mit dem ASSITEJ Preis ausgezeichnet worden.

Rudolf Herfurtner in unserem Buchshop »

    

"Wo kann denn Frieden beginnen?"

... fragt Merlin in Nora Khuons und Markus Bothes KÖNIG ARTUS. Jetzt kam das Familienstück, ursprünglich entstanden für das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, als österreichische Erstaufführung am Next Liberty in Graz heraus (R:...weiterlesen »

... fragt Merlin in Nora Khuons und Markus Bothes KÖNIG ARTUS. Jetzt kam das Familienstück, ursprünglich entstanden für das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, als österreichische Erstaufführung am Next Liberty in Graz heraus (R: Georg Schütky). "Eine brandwichtige, tolle Produktion" Kleine Zeitung "Rundum gelungenes Jugendtheater" Kronen Zeitung

    

F. K. Waechter und Robert Gernhardt

Ende dieses Jahres wären zwei aus der Neuen Frankfurter Schule 80 Jahre alt geworden: F. K. Waechter (am 3.11) und Robert Gernhardt (am 13.12.). Jederzeit eine Wiederentdeckung wert: WIMS - WELT IM SPIEGEL, eine...weiterlesen »

Ende dieses Jahres wären zwei aus der Neuen Frankfurter Schule 80 Jahre alt geworden:  F. K. Waechter (am 3.11) und Robert Gernhardt (am 13.12.). Jederzeit eine Wiederentdeckung wert: WIMS - WELT IM SPIEGEL, eine "feierliche Lesung" mit frühen Gernhardt-Texten aus der gleichnamigen Rubrik der legendären Satirezeitschrift "Pardon". Ebenso Waechters wunderbare Märchenstücke, etwa PRINZ HAMLET (aktuell in der fünften Spielzeit am Theater des Lachens in Frankfurt/Oder), und Erzähltheaterstücke wie  VOM TEUFEL MIT DEN DREI GOLDENEN HAAREN (zuletzt am Jungen Schauspielhaus Düsseldorf) oder DIE EISPRINZESSIN (mit Verena Reichardt über 16 Jahre auf dem Spielplan des Staatstheater Hannover).

 

 

 

    

"Den Feind einladen": Wajdi Mouawad eröffnet Frankfurter Buchmesse

Der Autor und Theatermacher Wajdi Mouawad hat bei der Eröffnungszeremonie der Frankfurter Buchmesse seine "literarische Rede" in ein Stück in drei Akten verwandelt.

 

Im ersten Akt verwies Mouawad...weiterlesen »

© Jean-Louis Fernandez

Der Autor und Theatermacher Wajdi Mouawad hat bei der Eröffnungszeremonie der Frankfurter Buchmesse seine "literarische Rede" in ein Stück in drei Akten verwandelt.

Im ersten Akt verwies Mouawad auf die Geschichte der trojanischen Königin Hekabe. Als sie von den siegreichen Europäern gezwungen wird, sich ihre zerstörte Stadt noch einmal anzusehen und den Leichnam ihrer Tochter entdeckt, bringt sie in ihrem grenzenlosen Schmerz kein Wort, keinen menschlichen Ton mehr hervor, sondern fängt wie ein Hund zu bellen an. Es folgte eine Videosequenz, in der Mouawad minutenlang zu Hundelauten in die Kamera, das heißt: ins perplexe Publikum bellte.

Den zweiten Akt begann Mouawad mit zärtlich vorgetragenen Sätzen auf Arabisch, bevor er fortfuhr: "Ich hätte gern länger in der Sprache meiner Mutter zu Ihnen gesprochen. Aber sie ist zu gebrochen, ist zersplittert zwischen meinen Zähnen." Französisch sei für ihn "Gastsprache", "eine Sprache wie ein Hintertürchen, wenn alles verloren ist", sei "Fluchtsprache" geworden:

"Heute, wo die Frage des 'Willkommens' sich an den Toren Europas mit solcher Gewalt stellt, haben Sie einen Asiaten gebeten, das Wort zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse zu ergreifen, deren Ehrengast Frankreich ist. Als bäten die Griechen einen Trojaner die großen Dramenwettbewerbe zu eröffnen. Den Feind. Denn wenn der Einwanderer heute eine Bedrohung darstellt, dann haben Sie dieser Bedrohung das Wort erteilt. Ich möchte heute an den Migranten denken. Ihn einzuladen heißt auch, klammheimlich den Feind einzuladen."

Im dritten Akt trug die Schauspielerin Judith Rosmair eine Passage aus einem noch unveröffentlichten Manuskript des Autors mit dem Titel „L’amour“ vor. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, der nach Mouawad das Wort ergriff, stellte seiner Rede voran: "Ich bin nicht ganz sicher, ob es wirklich ein Geschenk ist, jetzt reden zu müssen, nachdem wir Sie gehört haben. Dem Protokoll folgend werde ich es dennoch tun. Ich denke, es fällt uns allen nicht leicht, den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen, nachdem für jede und jeden von uns auf eigene Weise die Kraft dessen, was Sie uns gesagt und gezeigt haben, spürbar war."

    
Premieren
Sa
20
Jan
National Theatre of Northern Greece, Thessaloniki (GR)
DIE BITTEREN TRäNEN DER PETRA VON KANT
R: Korina Vasileiadou / Charis Pechlivanidis
Sa
20
Jan
Pfalztheater Kaiserslautern
MACBETH
R: Harald Demmer
So
21
Jan
Junges Theater Göttingen
URSEL
von Guy Krneta
Deutsch von Uwe Dethier
R: Christian Vilmar
Do
25
Jan
Young People's Theatre, Omsk (RUS)
AN DER ARCHE UM ACHT
R: Timofei Grekov
Do
25
Jan
Staatstheater Darmstadt
DER MENSCHENFEIND
R: Maria Viktoria Linke
Fr
26
Jan
Zimmertheater Tübingen GmbH
DIE ZOFEN
von Jean Genet
Deutsch von Gerhard Hock
R: Robert Arnold
Fr
26
Jan
Deutsches Theater Göttingen
EIN KäNGURU WIE DU
R: Moritz Beichl
Fr
26
Jan
Littlebreath Creative Workshop, Hong Kong (HK)
KASSANDRA ODER DIE WELT ALS ENDE DER VORSTELLUNG
R: Chan Kwun Yee
Sa
27
Jan
Staatstheater Braunschweig
WAS IHR WOLLT
R: Dariusch Yazdkhasti
Mo
29
Jan
Consol Theater, Gelsenkirchen
BESUCH BEI KATT UND FREDDA
R: Svenja Niekerken