Verlag der Autoren

 

Theater

Ur- und Erstauffführungen in der Spielzeit 2010/2011 (Auswahl)

           

BRENNENDE GEDULD veropert

Antonio Skármeta

BRENNENDE GEDULD, Antonio Skármetas leise Komödie, die vor dem Hintergrund des Militärputsches in Chile spielt, wird veropert: Unter dem Titel "Il Postino" wird die Oper mit Placido Domingo am 23. September in Los Angeles uraufgeführt und gastiert anschließend auch in Wien (8. Dezember) und im Chatelet de Paris (Juni 2011).

       

Salzburger ÖDIPUS

Peter Stein

"Ein wahres Festspiel. Seit langem wieder", schreibt die FAZ über Peter Steins Inszenierung des ÖDIPUS AUF KOLONOS bei den Salzburger Festspielen. Von der "schönste[n] Zumutung, die das deutschsprachige Theater derzeit zu bieten hat" spricht gar Die Welt und lobt zudem "Peter Steins treffliche Übersetzung", die er eigens für die Produktion geschrieben hat. Und die Süddeutsche Zeitung schreibt: "Steins Neuübertragung aus dem Griechischen ... ist völlig ungespreizt und klar, ganz unangestrengt poetisch, und sie klingt mitunter heutiger, als es Steins Regiezugriff je ist."
Weitere Klassiker-Übersetzung von Peter Stein im Verlag der Autoren:
DIE ORESTIE von Aischylos, DER STREIT von Marivaux, ANTONIUS UND CLEOPATRA, CORIOLAN, JULIUS CAESAR, KÖNIG LEAR und WIE ES EUCH GEFÄLLT von Shakespeare, sowie SOMMERGÄSTE und PEER GYNT (beide zusammen mit Botho Strauß).

          

Stück für Jena

Claudia Grehn

Für die Spielzeit 2011/2012 schreibt Claudia Grehn ein Auftragsstück für das Theaterhaus Jena unter der neuen künstlerischen Leitung von Moritz Schönecker. Ihr Stück ERNTE wurde unlängst mit dem Förderpreis für neue Dramatik beim Stückemarkt der Berliner Festspiele prämiert. Verbunden mit der Auszeichnung ist die Uraufführung von ERNTE im Dezember 2010 am Maxim Gorki Theater Berlin.

           

      

SICH GESELLSCHAFT LEISTEN uraufgeführt

Ulf Schmidt

Mit der UA von Ulf Schmidts SICH GESELLSCHAFT LEISTEN (R: Gerhard Weber und Judith Kriebel) hat das Theater Trier sein Festival "Maximierung Mensch" eröffnet: "Der Durchmarsch von Effizienz und Kosten-Nutzen-Rechnung von der Wirtschaft in alle Gesellschaftsbereiche ist längst in vollem Gange. Ulf Schmidt, studierter Philosoph und praktizierender Kreativdirektor einer internationalen Werbeagentur, spinnt sie in seinem Stück SICH GESELLSCHAFT LEISTEN nur konsequent ins Privatleben weiter. Der Mann weiß, wovon er redet, und er spielt virtuos mit dem modernen Business-Kauderwelsch. ... Ein bärenstarker, reichlich applaudierter Auftakt für das Festival 'Maximierung Mensch'." Trierischer Volksfreund

              

Mülheimer KinderStückePreis für NATHANS KINDER

Ulrich Hub

Mit dem erstmals vergebenen Mülheimer KinderStückePreis ist Ulrich Hubs NATHANS KINDER ausgezeichnet worden, das der Autor selbst am Theater Junge Generation in Dresden inszeniert hat. In der Begründung heißt es: "Mit NATHANS KINDER wird ein durchkomponierter Text gewürdigt, der in herausragender sprachlicher Qualität eine Neudeutung des Lessingschen Stoffes für die Gegenwart erzählt. Das gewagte Thema des Religionen- und Generationenkonfliktes wird ohne "Zeitgeisteleien" und mit lakonischem Witz in der Inszenierung des Autors hervorragend umgesetzt."

            

Publikumspreis für DIEBE

Dea Loher

 Nach zwei Jurypreisen (für ADAM GEIST 1998 und DAS LETZTE FEUER 2008) diesmal der Publikumspreis für Dea Loher bei den Mülheimer Theatertagen. Prämiert wurde ihr Stück DIEBE, das Andreas Kriegenburg am Deutschen Theater in Berlin inszeniert hat. Den erstmals vergegebenen KinderStückePreis erhielt Ulrich Hub für NATHANS KINDER, bei dessen UA am Theater Junge Generation er selber Regie geführt hat.

              

              

VIEL LÄRM UM NICHTS

Angela Schanelec

Eine Neuübersetzung von Shakespeares Drama VIEL LÄRM UM NICHTS schreibt Angela Schanelec für das Schauspielhaus Zürich. Premiere dort ist am 30. September, Regie führt Karin Henkel. Weitere Shakespeare-Übersetzungen von Angela Schanelec im Verlag der Autoren: MACBETH, WAS IHR WOLLT, HAMLET, PRINZ VON DÄNEMARK und WIE ES EUCH GEFÄLLT (beide zusammen mit Jürgen Gosch) und EIN SOMMERNACHTSTRAUM (zusammen mit Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens).

            

2 Nominierungen für WIE ÜBERLEBE ICH...

Heleen Verburg / Francine Oomen

WIE ÜBERLEBE ICH MEINEN ERSTEN KUSS heißt ein Jugendroman der holländischen Autorin Francine Oomen, den Heleen Verburg dramatisiert hat: Als Jugendmusical (Musik: Bas Odijk) füllt die Produktion von "Theater Familie" in den Niederlanden seit Monaten große Häuser. Nun ist sie in gleich zwei Katagorien für den "Gouden Krekel" nominiert: als beste Jugendtheaterproduktion des Jahres und für den Publikumspreis im Musical-Bereich. Als DSE kommt das Jugendmusical am Theater Junge Generation heraus, P: 25. September, R: Philippe Besson.

               

ZORN

Nino Haratischwili

Zur Eröffnung des Berliner Theatertreffens hat Nino Haratischwili eine Rede gehalten, in der sie über ihre Erfahrungen als georgischstämmige, aber deutsch schreibende Autorin sprach, über Vorurteile, Erwartungen und das Schreiben fürs Theater. Die ganze Rede ist hier nachzulesen. In der kommenden Spielzeit ist Nino Haratischwili Hausautorin am Deutschen Theater Göttingen. Ihre beiden Stücke GEORGIA / LIV STEIN sind in der Theaterbibliothek erschienen. 

            

Angestrichen:

Welches Drama der griechischen Antike passt am besten zur aktuellen Krise des Euros und Europas, fragt sich Petros Markaris in der tageszeitung und kommt zu dem Schluss: "Man braucht nicht lange im Werk von Aristophanes zu suchen, um das passende Stück zu finden. Es ist 'Plutos' (der Reichtum). Aristophanes hatte die geniale Idee, den Reichtum als blind darzustellen. Alle im Stück versuchen den Reichtum an sich zu reißen und der läßt sich alles gefallen, weil er blind und wehrlos ist. Sieht man den heutigen Plutos auch als Blinden, dann fügt sich alles ein: die Griechen, die Deutschen, die Eurozone, die Finanzmärkte, die Banken, die spreads - alles. Denn auch heute wird Plutos herumgezerrt, und er kann sich nicht wehren, weil er blind ist." Im Verlag der Autoren in 2 Fassungen: 
PLUTOS ODER WIE DER REICHTUM SEHEND WURDE, Variation über eine attische Komödie von Frank-Patrick Steckel
und  PLUTOS, Komödie nach Aristophanes von Werner Simon Vogler.

             

RADIO UNIVERSE

Nino Haratischwili

UA von Nino Haratischwilis Stück RADIO UNIVERSE auf Kampnagel, Hamburg, R: Nina Mattenklotz. RADIO UNIVERSE spielt in einer Nacht im August 2008 zur Zeit des Kaukasus-Konflikts: Private wie gesellschaftliche Krisen beherrschen diese Nacht, in der in Deutschland Schnee fällt, mitten im Sommer, und in der in Georgien unvermittelt Bomben fallen. Sechs einsame Figuren begleitet Haratischwili durch die Nacht: an verschiedenen Orten, mit unterschiedlichen Geschichten. Und doch sind sie alle miteinander verbunden, nicht zuletzt dank Jo, dem Radiomoderator, dessen Sendung die Grenzen von Ort und Zeit zu überwinden scheint. "Der Text von Nino Haratischwili ist an vielen Stellen genau dies: Komisch und berührend zugleich. ... Im Leid ist jeder sich selbst der Nächste, das Mit-Leiden bleibt auf der Strecke. Und das, obwohl wir heute so gut über das Leiden unserer Mitmenschen informiert sind wie nie zuvor. Über dieses spannende Thema hat Nino Haratischwili Variationen anhand von sechs Figuren geschrieben." Deutschlandradio

       

Zwei Mal "Kaas & Kappes"

Ad de Bont / Rudolf Herfurtner

Gleich zwei Autoren des Verlags wurden beim Festival "Kaas & Kappes" prämiert. Der Hauptpreis ging an Ad de Bont für ANNE UND ZEF. Eine Auszeichnung erhielt auch Rudolf Herfurtners DAS GESCHENK DES WEISSEN PFERDES, das im April in Band 23 der Anthologie für Kinder- und Jugendtheater, Spielplatz , erscheinen wird.
(mehr Kinder- und Jugendtheater >>>)

       

Neue Stücke

Hier geht es zu der Broschüre Neue Stücke 2009 (pdf-Datei, 933KB). Die nächste Broschüre erscheint zu Spielzeitbeginn im Herbst 2010.