Stücke fürs Freilichttheater
Hier stellen wir Ihnen eine Auswahl an Stücken vor, die sich besonders für Freilicht-Inszenierungen eignen. Als Theatergruppe können Sie unsere Stücke entweder über www.theatertexte.de/data/index_search.de anfordern oder per email an theater[at]verlag-der-autoren.de bestellen.
DER GEIZIGE
Molière (Ü: Simon Werle)
Nachdem es schon mehr als 10 Inszenierungen des GEIZIGEN in seiner deutschen Prosafassung zu sehen gab, entdecken auch die Freilichtbühnen Simon Werles "süffige und gewitzte Neuübersetzung" (Badische Neueste Nachrichten) des Molière-Klassikers. So hatte DER GEIZIGE am 15.6.07 bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall und am 14.7.07 bei den Festspielen Schloss Neersen Premiere.
Neben fast allen anderen Molière-Stücken hat Simon Werle auch die beiden bekanntesten DER MENSCHENFEIND und DER TARTUFFE neu übersetzt, die zusammen in einem Band der Theaterbibliothek erschienen und in unserem Buchshop erhältlich sind.
4D - 6H
Leseprobe
QUATEMBERKINDER
Tim Krohn
Die Bühnenadaption von Tim Krohns Erfolgsroman ist, wie die Vorlage, ein einzigartiges Spiel mit der wilden und wundersamen Welt der Schweizer Mythen. In Schweizer Mundart.
Quatemberkinder sind nicht wie andere Menschen - sie leben nicht allein unter Menschen, sondern gleichzeitig in einer wilden wundersamen Welt der Sagen und Mythen. Ein solches Quatemberkind ist der Waisenknabe Melchior, genannt der Melk. Er verbringt die Jugend hoch auf der Alp - in Gemeinschaft mit rauhen Sennen und wild politisierenden Bauern. Eines Tages begegnet er inmitten der zerklüfteten Berge dem Vreneli, einem unbändigen Mädchen, das dabei ist, auf den unwegsamsten Gletschern einen Rosengarten anzulegen. Als aber das Vreneli nach dramatischen Ereignissen verschwindet, treibt es den Melk zu einer rastlosen Reise durch die Schweiz. Er wird zum Tagedieb, bändelt mit Hexen an, paktiert mit dem Teufel und wird Wunderdoktor. Erst als es ihn bis nach Venedig verschlägt, begreift er, dass sein ewiges Sehnen nur dem verschollenen Vreneli galt, und er sucht einen Weg, es wiederzufinden.
Große Besetzung ad libitum
DER NAME DER ROSE
Umberto Eco. Bühnenfassung von Claus J. Frankl
Claus J. Frankl hat Umberto Ecos berühmten Roman über die kriminellen Machenschaften innerhalb einer mittelalterlichen Klostergemeinschaft zu einer opulenten Bühnenfassung verarbeitet.
"Die Dramatisierung des Romans konzentriert sich auf die 'kriminalistischen' Ermittlungen. Eine spannende Geschichte, die bis zum Schluss mit dem flammenden Inferno der brennenden Bibliothek das Geheimnis der Mordserie nicht preisgibt." Volksstimme
Große Besetzung ad libitum
DER FRÄNKISCHE JEDERMANN
Fitzgerald Kusz
Frei nach Hugo von Hofmannsthals Salzburger JEDERMANN erzählt Fitzgerald Kusz eine mundartliche Version des alten Mysterienspiels über die Vergänglichkeit des Wohlstands, vom Sinn des Lebens und der Unausweichlichkeit des Todes. Der hartherzige Genussmensch "Jedermoo" wird durch seinen jähen Tod mitten aus dem tätigen, erfolgreichen Leben gerissen. In der Stunde Aufschub, die er dem Tod abzuhandeln vermag, kann er jedoch nicht einen einzigen seiner Freunde dazu überreden, ihn auf seinem Weg zu begleiten. Und auch von seinen angesammelten Reichtümern muss er sich nun endgültig trennen. Einzig sein "Gwissen" und sein "Glaum", zwei allegorische Figuren, die entsprechend seinem bisherigen Lebenswandel eher gebrechlich daherkommen, sind ihm noch eine Stütze und retten ihn schließlich vor dem Teufel und der ewigen Verdammnis.
Fitzgerald Kusz versteht es, den Gegensatz zwischen den hohen Themen des Jedermann-Stoffes und den Darstellungsmitteln des Volkstheaters zu einem "'Jedermann' im fränkischen Blueston" (Süddeutsche Zeitung) zu vereinen - geistreich und umwerfend komisch!
Neben der fränkischen Originalfassung liegt das Stück auch in einer niederdeutschen und in einer schwäbischen Mundartfassung vor.
Große Besetzung ad libitum
KAPITÄN CAP VERDE
Voltaire (Ü: Simon Werle)
Kapitän Cap Verde ist ein alter Pirat und Lüstling, der die blutjunge Tochter eines guten Freundes heiraten will – natürlich gegen deren Willen.. Eine Typenkomödie des großen französischen Aufkläreres, die mit viel Erfolg bei den Bad Hersfelder Festspielen uraufgeführt wurde:
"Ein Glücksfall... unterhaltsam vergnüglich... Am Schluss freuen sich alle über den Triumph der Liebe." Fuldaer Zeitung
4 D - 4 H
GEIERWALLY
Karl-Heinz Ott/Theresia Walser
Nach dem gleichnamigen Roman von Wilhelmine von Hillern
Obwohl erst 1875 erschienen, hat sich der Mythos der GEIERWALLY, jener Außenseiterin, die mit den von ihr gezähmten Geiern in der Einsamkeit der Gletscher lebt, tief in unser kollektives Unterbewusstsein eingeschrieben. Da sie sich seinem patriachalischen Zwang verweigert, wird sie vom Vater in die kalten Gletscherhöhen verstoßen. In der Einsamkeit der Bergwelt hat sie wundersame Erlebnisse und Begegnungen – sie trifft auf die „Saligen Jungfrauen“ und den Berggeist Murzoll. Verwandelt kehrt sie zurück: verwahrlost, aber stolz, mit ihrem Geier, mit kaltem Herzen und dem Bewusstsein von Macht. Das Unheil nimmt seinen Lauf in der Verstrickung von Schuld und Geschlechterkampf, Liebe und Hass, oben und unten, Natur und Zivilisation, Gemeinschaft und Außenseitertum.
"Theresia Walser und Karl-Heinz Ott haben den etwas schwülstigen Stoff entschlackt und für die Bühne adaptiert. Diese starke Frauenfigur ist heute genauso aktuell wie im 19. Jahrhundert." Neue Zürcher Zeitung
Große Besetzung ad libitum - 1 Dek
BREMER FREIHEIT
Rainer Werner Fassbinder
Die Bremer Giftmischerin Geesche Gottfried ging buchstäblich über Leichen, um die Rolle der braven Ehefrau und Mutter abzuschütteln, die ihr durch die gesellschaftlichen Konventionen aufgezwungen war. Fassbinder macht aus dieser Geschichte ein unspektakuläres, feinfühliges und daher umso gültigeres Stück über den Ausbruchsversuch eines Menschen aus dem Gefängnis seiner Lebensverhältnisse.
Mit BLUT AM HALS DER KATZE in einem Band der Theaterbibliothek erschienen. Auch in: Rainer Werner Fassbinder, THEATERSTÜCKE.
3 D - 7 H - 1 Dek
SOLIMAN
Ludwig Fels
Der Schwarzafrikaner Angelo Soliman kam in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Wien. Am Hof war er als "exotisches Prunkstück" zunächst eine vielbeachtete Gestalt, bevor er "hautschonend" ermordet wurde, um ausgestopfterweise die "ethnologische Zierde" des kaiserlichen Naturalienkabinetts zu bilden. Die Geschichte zeichnet das beklemmende Bild einer Gesellschaft, die die Würde eines Menschen aus einer anderen Kultur barbarisch missachtet. In dem theatralischen Bilderreigen mit einem halben Dutzend Haupt- und vielen Nebenrollen wird auf subtile Weise die Parallele deutlich: unser Umgang mit Ausländern heutzutage und hierzulande.
Mit LIEBLIEB in einem Band der Theaterbibliothek erschienen.
Große Besetzung ad libitum - variable Grunddek
ZUFÄLLIG EINE FRAU: ELISABETH
Dario Fo
Königin Elisabeth 1. im Jahr 1601 ganz privat: nicht als Ihre Majestät, die jungfräuliche Königin, sondern als verwelkte, auch ordinäre Frau, die einem korrupten Staatswesen mit gut funktionierendem Sicherheitsdienst vorsteht und sich einen knackigen Liebhaber leistet.
2 D - 7 H - 1 Dek
MARTIN LUTHER & THOMAS MÜNZER oder DIE EINFÜHRUNG DER BUCHHALTUNG
Dieter Forte
Das Stück spielt in einer Zeit und Gesellschaft, die von Grund auf in Bewegung geraten ist: am Beginn der Neuzeit in den Jahren zwischen 1514 und 1525. Es handelt von der Verflechtung von Kirche, Politik und Wirtschaft zur Zeit der Reformation. Die Hauptfiguren sind vier junge Leute: Einer davon heisst Luther, einer Münzer, die beiden anderen Karlstadt und Melanchthon. Es geht um die Einführung der Buchhaltung und die erste grosse deutsche Revolution. Dass beides zusammenfällt, ist vielleicht kein Zufall. Ein Stück, dessen Thema - Expansion der Macht um jeden Preis - modellhaft ist, und das sich ideal für grosse Gruppen eignet. Auch für Freilichtaufführungen.
Große Besetzung ad libitum - varibale Grunddek
GERMINAL
Yaak Karsunke. Nach dem gleichnamigen Roman von Emile Zola
Der berühmte, 1993 von Claude Berri mit Gerard Depardieu in der Hauptrolle verfilmte, Roman von Emile Zola über einen Bergarbeiteraufstand im Frankreich des ausgehenden 19. Jahrhunderts in einer Theaterfassung, die den Stationen des Romans folgt und die weitverzweigte Handlung geschickt auf die wichtigsten Ereignisse und Personen reduziert. Realistisch ausgemalte Einzelszenen und Massenauftritte halten sich die Waage.
Große Besetzung ad libitum - variable Grunddek
DER SCHÜTZE TELL
Hansjörg Schneider
Schneider zeigt Wilhelm Teil als Aussenseiter, der von den Mächtigen des Landes vorgeschoben und ausgenutzt wird. Der Held wird entmythologisiert: Er ist kein selbstloser Freiheitskämpfer, sondern ein Querkopf, der den Vogt aus privaten Gründen niederschiesst.
1 D - 20 H - Simultanbühne
DAS KALBSFELL
Hansjörg Schneider. Frei nach Grimmelshausens "Simplizissimus"
Im Dreissigjährigen Krieg wird Simplex aus dem Haus der Eltern vertrieben, erhält bei einem Einsiedler seine religiöse Erziehung und gerät schliesslich an den Hof des Gouverneurs von Hanau. Dort steckt man ihn, weil er so einfältig ist, in ein Kalbsfell. In diesem Narrengewand hält er der höfischen Gesellschaft den Spiegel vor und muss dafür mit dem Leben bezahlen.
3 D - 14 H - variable Grunddek
DIE SCHWARZE SPINNE
Hansjörg Schneider. Nach der Erzählung von Jeremias Gotthelf
Gotthelfs berühmte, mittelalterliche Sagenmotive aufnehmende Novelle um die Aussenseiterin Christine, die einen Teufelspakt auf sich nimmt, und den Bösewicht von Stoffeln hat Schneider extra für eine Freilichtaufführung dramatisiert.
Zusammen mit SOMMERNACHTSWUT in einem Band der
Theaterbibliothek erschienen.
5 D - 9 H - 1 Dek
DIE SPITZEDER
Martin Sperr
"Martin Sperr hat aus der Geschichte der betrügerischen Bankchefin Adele Spitzeder eine theaterwirksame Moritat geschaffen. Mit einem Ausschnitt aus der Gründerzeit trifft er auch unsere Gesellschaft, in der das Geld nach wie vor Massstab aller Dinge bedeutet." (Begründung für den Mülheimer Dramatikerpreis 1978).
Große Besetzung ad libitum - Grunddek
DER TOD IM LINDENBAUM
Reinfried Keilich
Ein Bauer fängt den Tod in einem Lindenbaum und lässt ihn erst wieder frei, als dieser ihm und seiner Frau Unsterblichkeit verspricht. Doch das Paar wird seines langen Lebens nicht recht froh. Ein Zaubermärchen und barockes Welttheater.
4 D - 9 H - 2 Dek
UNKRAUT
Fitzgerald Kusz
Im dritten Teil der Trilogie treffen sich drei Paare immer wieder in ihren Reihenhausgärten. Man freut sich am Eigenheim, aber der Garten ist ein ständiger Anlass zur Sorge: Unkraut macht sich breit. Und das kann nur vom Öko-Garten des Herrn Krause herübergewachsen sein. Man beschliesst, es diesem Krause einmal zu zeigen...
3 D - 4 H - 1 Dek
LILA
Kerstin Specht
Lila, so heisst die fremde Frau, die Siegfried von einem Urlaub nach Fernost in sein fränkisches Heimatdorf bringt. Im Schützenverein ist Lila Tagesgespräch; der Pfarrer möchte die Hochzeit verschieben bis sie deutsch spricht; und Siegfrieds Mutter zerbricht an den eigenen Vorurteilen, dem Hass und der Intoleranz der Dorfgemeinschaft. Die Katastrophe ist unausweichlich.
Mit DAS GLÜHEND MÄNNLA und AMIWIESEN in einem Band der Theaterbibliothek .
4 D - 5 H - 1 K - Stat - variable Grunddek
DIE TOSCANA-THERAPIE
Robert Gernhardt
Eine witzige Konversationskomödie des berühmten Satirikers: Ein Paar wird von seinem Psychotherapeuten in die Toscana geschickt. Er, Akademischer Rat, und sie, Graphikerin, -beide verstehen sich als alternativ und progressiv- sollen unter der italienischen Sonne lernen, endlich zu sagen, was sie eigentlich wollen. Die Therapie besteht aus einem kaputten Boiler, Traktorenlärm und reizend aufdringlichen Besuchern.
2 D - 6 H - 1 Dek
HERZ UND LEBER, HUND UND SCHWEIN
Hansjörg Schneider
Eine moderne Commedia dell'Arte: Arlecchino und Columbina fliehen aus einem Bergdorf vor Armut und Elend in ein fremdes und reiches Land. Bei der Suche nach Arbeit und Brot scheitern die zwei schon wegen ihrer schäbigen Kleidung. Sie begegnen überall wohlhabenden Menschen, denen allerdings eines fehlt: Gesundheit. Arlecchino lässt sich zu einem zweifelhaften Handel überreden: Er verkauft sein Herz und seine Leber.
2 D - 4 H - 1 Dek
HINTERKAIFECK. Ein Mordfall
Reinfried Keilich
Der Mord an den sechs Bewohnern des bayerischen Einödhofs Hinterkaifeck im Jahr 1922 zählt zu den ungelösten Fällen der deutschen Kriminalgeschichte. Keilich erforscht in seinem Stück die möglichen Motive für das Drama. Ein spannender Krimi.
4 D - 3 H - 1 Dek
DIE BAUERNOPER
Yaak Karsunke. Musik von Peter Janssens
Szenen aus dem deutschen Bauernkrieg von 1525, in denen nicht Fürsten und Führer im Mittelpunkt stehen, sondern die kämpfenden Bauern selbst. Ein kritisches Spektakel, das überraschende Parallelen zur heutigen Zeit aufweist.
Besetzung ad libitum - Grunddeko
MOLL FLANDERS
Claire Luckham. Nach dem Roman von Daniel Defoe
(Ü: Winni Victor). Musik von Arne, Händel, Purcell und Volkslieder
Die Geschichte eines Mädchens aus London des 18.Jahrhunderts. Von der Mutter alleingelassen, muss Moll Flanders sich durchschlagen. Sie wird herumgereicht, aufgenommen und wieder zurückgestoßen, bis sie endlich im Haus des Bürgermeisters von Colchester eine Stelle als Zofe findet. Vom älteren Sohn des Hauses wird sie verführt, mit dem jüngeren verkuppelt. Dieser stirbt früh und lässt sie mit zwei Kindern zurück. Die Folge für eine junge Frau der damaligen Zeit ist eine Kette von Verführungen, Affären, kurzen Ehen. Um zu überleben, fängt sie schließlich an zu stehlen. Die ca. 30 Rollen werden von sechs Schauspieler/innen gespielt. Als Musik dienen u.a. englische Originallieder aus dem 18.Jahrhundert, Gassenhauer und Songs aus der Bettleroper.
3 D - 3 H - varibale Grundek
DIE FIGARO-TRILOGIE
Pierre de Beaumarchais (Ü: Gerda Scheffel)
DER BARBIER VON SEVILLA ODER DIE NUTZLOSE VORSICHT
DER TOLLE TAG ODER FIGAROS HOCHZEIT
EIN ZWEITER TARTUFFE ODER DIE SCHULD DER MUTTER
Die ersten beiden Teile der Trilogie sind nicht die Stücke zu den Opern, sondern umgekehrt entstanden die berühmten Werke von Mozart und Rossini auf der Grundlage dieser beiden Komödien um den aufsässigen Figaro. Wie Figaro im ersten Teil dem Grafen Almaviva durch schlaue Intrigen zur Hochzeit mit Rosina verhilft, und wie er dann im zweiten Teil mit List und Tücke versucht, seine eigene Braut vor den Nachstellungen des Grafen zur retten, - das ist von raffinierter Komik und hintergründigem Ernst. Der dritte, unbekanntere, Teil spielt 20 Jahre später. Frankreich ist inzwischen eine Republik und die Protagonisten sind scheinbar besonnenere geworden: da taucht ein Erpresser, ein „zweiter Tartuffe“, auf, der pikante Details aus der Vergangenheit weiß, die die Gräfin und den schönen Pagen Cherubin betreffen. Am Ende stehen alle vor einem Scherbenhaufen. Jedes der drei Stücke eignet sich für große Theatergruppen.
BARBIER: 1 D - 8 H - Stat - variable Grunddek
FIGARO: 4 D - 10 H - Stat - varbiable Grunddek
TARTUFFE: 4 D - 10 H - Stat - variable Grunddek
DIE TOCHTER DER LUFT
Hans Magnus Enzensberger. Nach Calderón de la Barca
Semiramis, Tochter der Luft und Kind des Unglücks, gewaltsam gezeugt, in der Wildnis aufgewachsen und in einer Höhle gefangen gehalten, wird befreit und heiratet den König von Ninive. Zwanzig Jahre später ist sie eine grausame Herrscherin und erringt in blutigen Kriegen „furchtbare Siege“. Ein Aufstand zwingt sie, zugunsten ihres Sohnes abzudanken. Der junge König ist ein Fürst des Friedens, ihr Ebenbild und zugleich ihre verleugnete zweite Natur. Semiramis setzt ihn gefangen und besteigt erneut den Thron: Die Mutter spielt den Sohn, die Frau den Mann. Eine ungeheure Verwirrung der Gefühle ist die Folge, die in einer Katastrophe enden muss.
Große Besetzung ad libitum - 3 Dek
DAS BRENNENDE DORF
Rainer Werner Fassbinder. Nach Lope de Vega
Ein Dorf solidarisiert sich gegen die Tyrannei des örtlichen Herrschers. Fassbinder verwandelt das im spanischen Mittelalter angesiedelte Drama in ein schrilles und komisches, lebendiges und aktuelles Stück. Auch für Freilichtaufführungen geeignet.
Zusammen mit anderen Fassbinder-Stücken in dem Theaterbibliotheks-Band ANTITEATER.
6 D - 5 H - 1 Dek
KANDID
Voltaire. Bühnenfassung von Richard Hey
Eine Theaterversion des berühmten Romans von 1758, die „versucht, den großen Schrecken, der Voltaire einst überfallen hat, neu zu beschwören, so hautnah und schockierend, wie es Voltaire für die Menschen seiner Zeit getan hatte.“ (Stuttgarter Zeitung) Ein grelles Spektakel mit Musik.
Große Besetzung ad libitum. Musiker. "Geräuschemacher"