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Mit der Faust ins offene Messer

von Augusto Boal
Deutsch von Henry Thorau und Peter Urban

Das inzwischen klassische Stück über Migranten.

"In den Szenen bewegen sich sechs Menschen auf den Straßen des Exils, auf der Suche nach dem 'Land ohne Wind', in dem sie bleiben können, Flüchtlinge. Sie bleiben dabei nicht die, die sie anfangs sind. Je länger die Flucht dauert, um so mehr verändert und zerstört sie die Identität der Fliehenden. Der Zwang zum Wechsel der Orte besetzt ihr Denken und verbraucht ihre Empfindungskräfte. Auch in ihren Gefühlen füreinander werden sie hastig, ungenau, beinahe wahllos. Zärtlichkeit, Liebe - wie können sie wahr werden, mitten im Entsetzen? So viel muß vergessen werden für einen Moment des Glücks, daß die Frau es nicht aushält und das Leben verläßt. Diese Trennung für immer hat Boal in eine der verzweifeltsten Abschiedsszenen des gegenwärtigen Theater gefaßt. Im letzten Bild kommen alle Personen noch einmal auf die Bühne, sie tragen nun andere Namen, stellen andere dar, aber ihre Situation ist wieder die der Flüchtlinge zu Anfang des Stücks: Die Geschichte der Vertreibung kennt kein Ende." (Peter Iden)

102 Seiten. broschiert. 12.00 €
ISBN: 978-3-88661-035-8

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