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Martin Sperr
geboren 1944 in Steinberg/Niederbayern, deutscher Dramatiker, Schauspieler und Autor. Er besuchte das Max-Reinhardt-Seminar, neben der Ausbildung dort arbeitete er in unterschiedlichen Gelegenheitsjobs. Er war dann als Schauspieler und Autor in München, Bremen, Wiesbaden und Berlin tätig. Martin Sperr starb 2002 in Landshut.
»Gott sei Dank, endlich raus aus dem fetten Ding« – das sei ihm durch den Kopf gegangen, erzählte Martin Sperr, als ihm beim Reifenwechsel zwei Adern im Kopf platzten. Das »fette Ding«, sein Leib, wurde gerettet, aber seine schier unerschöpfliche Kreativität war dahin. Da war er erst 28 Jahre alt. Bereits als Zwanzigjähriger galt er als eine der großen Hoffnungen des deutschen Dramas, begründet durch sein berühmtestes Stück mit dem sprichwörtlichen Titel JAGDSZENEN AUS NIEDERBAYERN. Das fiel bei der Uraufführung 1966 am Bremer Theater noch durch, wurde jedoch schon vier Monate später an der Berliner Schaubühne glänzend rehabilitiert, wo der gelernte Schauspieler Sperr den Abram spielte. Die JAGDSZENEN waren der erste Teil einer BAYRISCHEN TRILOGIE, die er in fünf Jahren vollendete. Spielte die Jagd auf Außenseiter 1949 unter Dörflern, ging es zehn Jahre später in der Kreisstadt der LANDSHUTER ERZÄHLUNGEN vor allem ums Geschäft, um 1969 in der Hauptstadt der MÜNCHNER FREIHEIT in der Politik zu enden, was ihn im selben Jahr bewog, den Verlag der Autoren mit zu begründen.
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